Alkohölle 2018

Mülheim, Februar 2018

Theaterstück „Alkohölle“ für den 8. Jahrgang

Alkoholsucht-Prävention an der Gustav-Heinemann-Schule

 

Im Rahmen des Suchtpräventionsprogramms der Gustav-Heinemann-Schule gastierte am
08. Februar 2018 die Gruppe „Theaterspiel“ aus Witten an unserer Schule.
Sie führte für die Schülerinnen und Schüler des 8. Jahrgangs in der 5. und 6. Schulstunde
eine Theaterproduktion auf, die das Thema Alkoholmissbrauch behandelt.
Vermittelt und finanziert wurde diese Veranstaltung vor der ginko Stiftung für Prävention
Mülheim, mit der unsere Schule eng zusammenarbeitet.
An dieser Stelle noch einmal vielen Dank! Ein besonderer Dank gilt auch Monika Kühner vom
Amt für Kinder, Jugend und Schule, die mit der Finanzierung des Stückes dieses Erlebnis
für die Schülerinnen und Schüler erst möglich gemacht hat.

Theaterstück Alkohölle 2018 ginko - ghs

Die sympathische Schauspielgruppe zog die Schülerinnen und Schüler mit ihrem herzlichen
und lustigen, aber auch ernsten und emotionalen Stück sofort in ihren Bann.
Sie verwandelten kurzerhand eine lebendige 8. Jahrgangsstufe in gespannte, neugierige
und aufmerksame Zuschauer.

Lenas Vater Ernst (gespielt von Wolfgang Pätsch) ist tot, damit beginnt das Stück.
Er und sein alter „Freund“, der Alkohol (gespielt von Michel Mardaga), treffen sich auf der
„anderen Seite“ und geraten in ein Gespräch über Lena, Ernsts 19-jährige Tochter
(gespielt von Susan Lachermund).
Lena macht in der Werbeagentur ihrer Tante (gespielt von Beate Albrecht) ein Praktikum,
geht selbst gern feiern und ist dem Alkohol nicht abgeneigt. Alles, was Ernst sich noch
wünscht, ist, dass seine Tochter keine Alkoholikerin wird, wie er selbst es war.
Und so schließen er und der Alkohol eine Wette ab und buhlen um Lenas Zukunft.

Theaterstück Alkohölle 2018 ginko - ghs

Die Schüler identifizierten sich schnell mit der jungen Lena, die eine knallige Lederjacke trägt,
gern feiert, laut Hits singt und ihr Praktikum mit all den Regeln und Vorschriften nicht so ganz
ernst nimmt. Der Alkohol sorgt mit witzigen Sprüchen und ausgefallenen Gesten für
Gelächter unter den Schülern und Schülerinnen. So läuft er etwa während einer Musical
Nummer durch das Publikum und zeigt auf einzelne Kinder, während er darüber singt, wie viel
Spaß er einem bringt und wie gerne er die Macht über Menschen ausübt.
Doch als er Lena immer mehr Alkohol andreht, werden die Schüler still. Die Darstellung
einer betrunkenen jungen Frau, die sich kaum auf den Beinen halten kann und des Alkohols,
der sie schadenfroh auslacht, berührt die Kinder. Zwischen den Szenen erscheint immer
wieder Ernst, Lenas Vater, auf der Bühne und erklärt dem Publikum, wie er den Alkohol
missbraucht hatte und wie sehr er dies nun bereut. Lenas Tante Maxi scheint die Geduld mit
ihrer Nichte zu verlieren, doch bleibt sie für Lena (und auch das Publikum) eine stützende Säule
der Vernunft. Sie hat schon ihren Bruder an den Alkohol verloren, und nun droht sie ihre
Nichte zu verlieren.

Nach dem Stück hagelte es tosenden Beifall. Es folgten einige wichtige Informationen zum
Thema Alkohol und Sucht und eine kurze Vorstellung der Arbeit der ginko Stiftung
als Ansprechpartner für die Jugendlichen. Anschließend erhielten die Schülerinnen und Schüler
in einer Nachbesprechung des Stücks die Gelegenheit, sich mit den Darstellern und
Norbert Kathagen von der ginko Stiftung Mülheim zu unterhalten.
Die Schüler hatten die Chance, ihre Meinung auszudrücken und Fragen zu stellen.
Alsbald beendete allerdings die Schulglocke die rege Runde. Eines war jedoch klar zu sehen:
Die Schüler und Schülerinnen hätten sich wohl noch stundenlang mit den Fachleuten
und Schauspielern über die Thematik unterhalten können.
Natürlich ist das Thema „Alkohol“ damit nicht abgeschlossen, sondern wird in den
Klassenstunden weiter diskutiert werden.

Theaterstück Alkohölle 2018 ginko - ghs
 

Erarbeitet wurde das Stück mit der Selbsthilfegruppen für trockene Alkoholiker,
der Drogen- und Suchtberatungsstelle Genthin und `Aufbruch´ e.V.

Gefördert ist es durch das Kulturforum Witten, Stiftung Heiligenhaus,
LAG-Soziokultur, Lotto-Toto Stiftung, Sachsen-Anhalt

Organisiert wurde die Veranstaltung von der schulinternen
Suchtpräventionsgruppe, den "Suchtsäcken".

Unterstützt wurde das Schauspielteam von Norbert Kathagen und Deike Kranz vom ginko.
Ginko führt regelmäßig an der Gustav-Heinemann-Schule Veranstaltungen zur Suchtprävention
in Zusammenarbeit mit den Suchtsäcken durch.
So sind sie beispielsweise auch am 16.02.2018 mit ihrem LoQ Parcours (Leben ohne Qualm)
für den 6. Jahrgang zum Thema Rauchen an der Schule.

Weitere Informationen zum Theaterstück und der Gruppe „Theaterspiel“
finden Sie unter: http://www.theater-spiel.de.

Informationen und Kontaktmöglichkeiten zur ginko Stiftung Mülheim
finden Sie unter: https://www.ginko-stiftung.de.

 

Text: Marcel Pietrek und Anna Blochinger

Bilder: Marcel Pietrek



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