Berufsbörse 2012 -

 

ein Vormittag rund um das Thema Arbeit

 

Angehende Abiturienten der Gustav-Heinemann-Schule standen im Mittelpunkt des
Interesses, aber auch Zehntklässler mit Fachoberschulreife fanden berufliche
Perspektiven bei der „Berufsbörse“ 2012, die am Freitag, dem 17. Februar, an unserer
Schule erneut mit zahlreichen örtlichen Firmen und Einrichtungen, in diesem Jahr jedoch
erstmalig gemeinsam mit dem Unternehmerverband Duisburg, durchgeführt wurde und
großen Anklang fand. Dabei fungierten die Repräsentanten von Wirtschaft, Verwaltung
und Forschung als Ratgeber und machten zugleich Mut, neue Wege zur Berufsfindung
zu gehen.

Berufsbörse 2012

Verschiedene Stände, Infobörsen und Vorträge boten den Schülern und Schülerinnen
die Möglichkeit, direkte Kontakte zu knüpfen. Ermöglicht wurde dies auch durch das
involvierte Projekt namens „Vertiefte Berufsorientierung“, das gemeinsam mit der
Agentur für Arbeit Oberhausen/Mülheim realisiert wird. „Dadurch leisten wir einen
wichtigen Beitrag, um die hohe Zahl der Ausbildungs- und Studienabbrüche zu
verringern“, bekräftigte Wolfgang Draeger, Geschäftsführer der Arbeitsagentur,
die Idee, die Schulen vor Ort zu besuchen.

Thomas Löhr, Projektleiter beim Unternehmerverband, wusste zu ergänzen, „dass
Schüler somit leichter erkennen würden, welche Berufe zu ihren Neigungen und
Fähigkeiten passen“. „Wir schlagen die Brücke zu den Schulen und bereiten die
Schüler damit systematisch auf die Praxis in der Wirtschaft vor“, so Löhr, der rund
180 Unternehmen aus Mülheim zu seinem Verband zählt.
Aber auch die Ruhruniversität Bochum, die Hochschule Ruhr West, der Bachelor-
Studiengang Sport der Uni Essen (repräsentiert durch die GHS-Sportlehrerlegende
Horst Klaeren) oder die Fachhochschule Gelsenkirchen, Abteilung Bocholt boten
interessante Studienalternativen.

Berufsbörse 2012

So heiterte sich gar manche ernste Schülermiene auf, als die Gewissheit einsetzte,
dass die Zahl der Möglichkeiten, einen gelungenen Berufseinstieg zu finden, größer
ist als zuvor geglaubt. Dabei heißt eines der Zauberwörter „Duales Studium“. Aufdas
Duale Studium setzen viele große Unternehmen wie Siemens, Aldi, Lenord & Bauer
oder die Deutsche Bahn, die damit die Führungskräfte von morgen im eigenen Haus
‚aufwachsen’ lassen. Gemeint ist die Verknüpfung von Berufspraxis mit Studieninhalten
der jeweiligen Hochschule. Der Bachelor-Studiengang verläuft nahezu parallel zur
Ausbildung und endet nach insgesamt rund 4,5 Jahren. Die Perspektiven danach in
den jeweiligen Unternehmen gelten als hervorragend. Das bestätigten Studenten wie
Stefan Kerstan von Lenord & Bauer, der vor Ort Abiturienten ermutigte, den gleichen
Schritt zu tun wie sie selbst. Er befindet sich als Zerspanungsmechaniker im Dualen
Studium und wird dieses erfolgreich abschließen.

Die Palette derer, die Berufe präsentierten, die ein Abitur voraussetzen, war breit
gefächert und reichte vom Architekten, dem Chemielaboranten bis hin zu den
Fachinformatikern und Bankkaufleuten, wie bei der Sparda Bank und der Sparkasse. 
In diesem Zusammenhang wurde auch informiert  z.B. über Karrierechancen bei der
Debeka als Versicherungskauffrau-/mann.

Berufsbörse 2012

Saradesht Soulaiman,  Personalreferent der Deutschen Bahn Netz AG, machte vor
allem auch Schülern und Schülerinnen  mit einer Fachoberschulreife  Mut.
„Wir gucken auf den Menschen. Wir wollen wissen, ob sie Verantwortungsgefühl
besitzen und tatsächlich verlässlich sind. Das zählt mehr als eine ausreichende Note
in einem Hauptfach.“

Aufmunternde Worte und hervorragende Aussichten auf eine berufliche Karriere
fanden die Abiturienten auch bei den Einstellungsberatern des Polizeipräsidiums Essen,
Herrn Renzel und Herrn Niemann; einige hatten sich nach den Vorträgen vermutlich von
gängigen Klischeevorstellungen über Tatortkommissare oder über den Beruf als
Männerdomäne verabschiedet.

Insbesondere Demonstrationen mit Arbeitsmaterialien oder Instrumenten wie zum
Beispiel bei den Vorträgen des Max-Planck Institutes für Bioanorganische Chemie oder
dem Evangelischen Krankenhaus gestalteten die Vorträge lebensnah und konkret.
Viele Schüler werteten auch die Schilderungen der teilnehmenden Azubis und
Studenten - einige als ehemalige Schüler und Schülerinnen  unserer Schule zu Gast -
über eigene Erfahrungen mit Studien- und Ausbildungsverlauf, Prüfungen etc. als
sinnvolle Bereicherung.

Berufsbörse 2012

Die Bezeichnung der Veranstaltung „Berufsbörse“ erwies sich in der Pause als
berechtigt, denn auf den Fluren des zweiten und dritten Stockes herrschte ein lebhaftes
Aufsuchen der Firmenstände und  Klassenräume, und so manch schüchterner 10er
Schüler, der vorher an keinem Vortrag angemeldet, vielmehr lediglich aus Neugierde
vorbeigekommen war, gab sich einen Ruck und erfragte Informationen über
Bewerbungsfristen, Einstellungschancen und eine breite Ausbildungspalette z.B.
beim Fraunhofer Institut, bei der Stadtverwaltung Mülheim oder beim Audi Zentrum
Duisburg, Automobile Wolf GmbH&Co.KG.

 

 

Unser Dank gilt allen Beteiligten, die einen Großteil ihres regulären Arbeitstages
für unsere Schüler und Schülerinnen geblockt hatten
:

Unternehmerverband Duisburg + Agentur für Arbeit Oberhausen/Mülheim + Deutsche Bahn
Netz AG + DEBEKA Mülheim + Max-Planck Institut für Bioanorganische Chemie Mülheim +
Sparda-Bank West eG + Fachhochschule Gelsenkirchen, Abtlg. Bocholt + Hochschule Ruhr
West Mülheim + Universität Duisburg Essen + Ruhruniversität Bochum + Lenord, Bauer&Co.
GmbH Oberhausen + Fraunhofer-Institut für Umwelt- Sicherheits- und Energietechnik
UMSICHT Oberhausen + Evangelisches Krankenhaus Mülheim + Stadtverwaltung Mülheim +
ALDI Einkauf GmbH & Co. oHG Mülheim + Sparkasse Mülheim + Siemens AG Düsseldorf +
Polizeipräsidium Essen + Funke+Popal Architekten Oberhausen + Audi Zentrum Duisburg,
Automobile Wolf GmbH & Co. KG

 

 

Weiterführende Links:

Pfeil zur Strukturierung von InhaltenUnternehmerverband und G-H-S luden zur Berufsbörse ein

Pfeil zur Strukturierung von InhaltenMax-Planck-Institut nimmt an Berufsbörse der G-H-S teil

 

 

Text:    Petra Unland, Vera Laufer-Joußen

Fotos:   Barbara Springer



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