Brücke zur Wirtschaft

 

Seit geraumer Zeit "coachen" die Spardabank und die Sparkasse Mülheim unsere
Schüler in verschiedenen berufsrelevanten Modulen:

Unterricht über Finanzen, die Kunst des Sparens und finanzielle Lebensplanung für
junge Menschen wird von den Experten, oft mit Beteiligung junger Azubis, in den Klassen
8 und 9 mit Erfolg und großem Anklang durchgeführt. Infos für unsere S-II-Schüler/-innen
z.B.  beim mittlerweile jährlichen Berufsinfotag in unserer Schule - der Berufsbörse -
bauen darauf auf. Auch Besuche bei der Spardabank-Zentrale sowie beim Landtag
und WDR in Düsseldorf für den 10. und 11. Jahrgang gehören zu diesem Angebot sowie
auch Aktionen bei der Sparkasse anlässlich des Girls Days. Mit Interesse am
Bankenwesen konnten und können sich Schüler ebenfalls zeitig entscheiden, ob diese
Berufsbereiche "etwas für sie" wären.

Der Kurs "Brücke zur Wirtschaft" des LEIV-Programms im 10. Jahrgang hatte nun
zusätzlich die Gelegenheit, auf Initiative des Kursleiters, Herrn Wesemann-Reick, von
drei Experten der Commerzbank Mülheim Tipps rund um Finanzen und zu Ausbildungs-
berufen im Bankenwesen im Kurs zu erhalten.

 

Commerzbank zu Besuch in der Gustav-Heinemann-Schule

 

LEIV 10 Kurs „Brücke zur Wirtschaft“ mit den Themen: Anlageformen
und Möglichkeiten der Ausbildung bei einer Bank

 

Mülheim 06.12.2012

„Sparen bedeutet Verzicht“, referierte Markus Großbröhmer, Filialdirektor der Commerzbank Mülheim. Dies war für die anwesenden Schülerinnen und Schüler des LEIV10-Kurses „Brücke zur Wirtschaft“ nachvollziehbar. „Logisch“ sagte einer der Schüler, „wenn ich mir was echt Großes kaufen will, muss ich erst einmal was zur Seite legen und kann nicht shoppen gehen“.

Ein wenig komplizierter wurde es dann schon, denn das Thema der Stunde waren die
„Anlagemöglichkeiten“ bei einer Bank. Entsprechend überraschten Herrn Großbröhmer
so manche Antworten der Schüler.

Anlageformen, kenn´ ich“, sagte ein Schüler: „Lotto und ODDSET“.

Seine Kollegin, die Privatkundenberaterin Frau Carolin Langwagen, musste da schon
mal schmunzeln, aber der Filialdirektor der Niederlassung Mülheim übernahm den
Unterricht ganz professionell und am Ende standen viele richtige Anlageformen, wie
Aktien, Immobilien, Festgeld etc., die er nach Zuruf der Schülerinnen und Schüler
anschrieb, an der Tafel. 

Anschließend ordneten die Kursteilnehmer die gesammelten Beispiele entsprechend
dem sog. „Magischen Dreieck der Anlage“ und für jeden war nachvollziehbar, dass jede
Anlage letztendlich ein Kredit ist und die Rendite geringer ist, wenn der Anleger ein
hohes Maß an Sicherheit wünscht.

Der Besuch kam zustande im Rahmen der Aktion „Handelsblatt macht Schule“.
Die Referenten kommen in den Unterricht, um den Schülerinnen und Schülern
wirtschaftsspezifische Themen vorzustellen und berufliche Perspektiven, etwa als
angehender Bankkaufmann oder angehende Bankkauffrau bei der Commerzbank
oder einem anderen Kreditinstitut, aufzuzeigen.

Denn dann müssten die künftigen Auszubildenden beispielsweise zum Berufsschul-
unterricht an das Robert-Schuman-Berufskolleg in Essen. Schon wieder haben die
Anwesenden gelernt, dass es im Rahmen des Dualen Ausbildungssystems zwei Lernorte
gibt: Den Ausbildungsbetrieb und das entsprechende Berufskolleg.

Damit dieser Brückenschlag von der Gesamtschule in die Wirtschaft gelingt, haben Herr
Großbröhmer und Frau Langwagen außerdem noch Frau Anke Gomolka mitgebracht. Sie
ist innerhalb der Commerzbank zuständig für die Nachwuchs-beratung im Ruhrgebiet.

Frau Gomolka erklärt den Kursteilnehmern den Ablauf des bankinternen Bewerbungsverfahrens. Das Verfahren beginnt mit einem Onlinetest. Wird man zum
Assessment-Center eingeladen und ausgewählt, dann bekommen die Bewerber und
Bewerberinnen noch am gleichen Tag eine Zusage für eine Berufs-ausbildung zum
Bankkaufmann.

Allen ist anschließend klar: Dieses Verfahren ist eine Selbstvorstellung, bei der es auf
die eigenen Kommunikationsfähigkeiten und sogar auf die Körpersprache ankommt.
Frau Gomolka fordert die jungen Menschen auf, sich ruhig so oft wie möglich zu
bewerben, um so auch Routine im Bewerbungsverfahren zu sammeln.

Der Vorstellung eines Schülers, man könnte als ausgelernter Bankkaufmann den ganzen
Tag in der Filiale „chillen“, widerspricht Herr Großbröhmer und stellt dar, wie umfassend
das Aufgabengebiet in seinem Beruf ist.

Nach 90 Minuten ist auch dieser Brückenschlag hin zur wirtschaftlichen Realität gelungen
und die Kursteilnehmer haben neben der finanziellen Allgemeinbildung einen Einblick in
ein für sie neues Ausbildungsberufsbild erhalten.

 

Text:  Jens Wesemann-Reick

 

 



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