Erfolgreiche Potenzialanalyse im 8. Jahrgang

Selbsteinschätzung leicht gemacht

 

 Potenzialanalyse 8. Jahrgang 2014

Im Rahmen der beruflichen Orientierung leistet die Gustav-Heinemann-Schule eine
Vielfalt von vorzeigbaren Maßnahmen für alle Jahrgangsstufen. Das ist immens wichtig,
denn viele Schüler/-innen, aber auch deren Eltern plagt die Vorstellung, nicht so recht
zu wissen, welche Berufsperspektiven später einmal Realität werden könnte.
Gemäß den Vorgaben der Landesregierung will das fundierte Angebot der GHS an die
Schüler/-innen des 8. Jahrgangs vor allem erreichen, dass die jungen Menschen eine
erste Vorstellung davon bekommen, welche Fähigkeiten sie überhaupt haben.
Viele Mädchen und Jungen sind sich ihrer Kompetenzen gar nicht bewusst.
Daher gilt es, auf spielerische und kreative Weise herauszufinden, wo die individuellen
Stärken eines Jugendlichen dieses Alters sind.

Eine sogenannte Potenzialanalyse in Form von Testungen und Features zur
Selbsteinschätzung samt Reflexion bildete den Auftakt zu einer Orientierungsphase,
die die Achtklässler/-innen mit den Werkstatt-Tagen im ZAQ Oberhausen
fortführen werden. Zur Potenzialanalyse gehörte ein ganztägiger Besuch im dem ZAQ
angegliederten „Trivium“.

Potenzialanalyse 8. Jahrgang 2014

Klassenweise waren die Mädchen und Jungs samt Klassenlehrer/-innen nach
Oberhausen gefahren, nachdem die Eltern ihre Einverständniserklärung hatten geben
müssen, weil Ängste existierten, bei einer möglichen Prüfung versagen zu können.

Die aufgeregte Stimmung der Achtklässler/-innen löste sich aber schnell auf, als sie
am Ende eines sonnigen Herbstnachmittags feststellen konnten, dass sie nicht
nur Spaß, sondern sogar viel Lob geerntet hatten. Das Trivium-Team, bestehend aus
Sozialpädagogen/-innen und Werkstattlehrern/-innen sowie Lehramtsstudenten/
-innen, hatte den GHS’lern schnell die Nervosität genommen. Nach der Einteilung in
Kleingruppen wurden sie jeweils von zwei Pädagogen/-innen unter deren Fittiche
genommen. Fortan wandelten sie durch die einzelnen Aufgabenbereiche und wurden
dort von ihren Lehrern/-innen besucht und angespornt.

Von kleinen Pausen unterbrochen, hatten die Mädchen und Jungen eine Vielzahl
von Aufgaben zu bewältigen und damit glich das Ganze einem Arbeitstag: die
Jugendlichen mussten Holz feilen, Draht biegen und handwerkliches Geschick zeigen
beziehungsweise ihre Grob- und Feinmotorik erproben. Mit Schutzbrille und Kittel
ausgerüstet, arbeiteten sie konzentriert an der Werkbank oder sie hantierten eifrig
mit Zangen und Schneidewerkzeugen. Natürlich waren die Gesamtschüler/-innen hier
klar in ihrem Element, denn so mancher Handgriff war ihnen bereits aus dem Technik-
Unterricht vertraut. Um die Kommunikationsfähigkeit prüfen zu können, mussten die
Schüler/-innen diskutieren und argumentieren als es galt, eine Wohngemeinschaft
zu organisieren. Nicht schlecht staunten die Konsolen-Spieler/-innen der einzelnen
Klassen, als sie den perfekt ausgestatteten PC-Raum des Trivium betraten und ihre
Aufgabenstellung das Programmieren eines 90er Jahre-Telefons mit Anrufbeantworter
war. Hier mussten sie die einzelnen Schritte einer Bedienungsanleitung geschickt und
zügig umsetzen. Sehr zur Freude einer anwesenden Deutschlehrerin, die mit ihrer
Klasse zuletzt die Vorgangsbeschreibung geübt hatte.

Potenzialanalyse 8. Jahrgang 2014

Eine Woche nach der Potenzialanalyse war das Trivium-Team dann zu Gast in Mülheim.
Im Forum der GHS wurde den Mädchen und Jungen ein individuell erarbeitetes
Portfolio überreicht und ausführlich besprochen. Sehr positiv empfanden die Achtklässler/-innen, dass sie in manchen Bereichen viel besser abgeschnitten hatten
als erwartet. So sagte ein Mädchen, dass es nie gewusst habe, dass es überhaupt
geschickt sei. Und ein Junge, der sich seit der 5. Klasse über hervorragende Sportnoten
freuen kann, musste feststellen, dass er längst nicht so viel Durchsetzungsvermögen
besitzt wie er dachte. Auf diese Weise lernte jede Schülerin, jeder Schüler mit Hilfe
der Analyse sich besser kennen und einzuschätzen. Bei den Werkstatt-Tagen im Januar
2015 sollen die jungen Menschen schließlich erfahren, inwiefern die Kenntnis der
eigenen Potenziale bei der Suche nach dem Wunschberuf behilflich sein kann.

 

Text: Petra Unland



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