Jedes Jahr am 9. Mai gedenkt man des Beginns der Europäischen Einigung im Jahr 1950. Deshalb gibt es im Mai immer die "Europawoche", und die Gustav-Heinemann-Schule als Europaschule nutzte diesen Anlass auch 2011 zu "europäischen" Aktivitäten.
Der Leistungskurs Sozialwissenschaften im 12. Jahrgang und ein Grundkurs dieses Fachs aus der 11 nahmen an Aktionstagen "Perspektive Europa" teil, die von der Organisation "Bürger Europas e.V." veranstaltet wurden. Auftakt war beim Leistungskurs eine Diskussion mit dem Mülheimer Bürgermeister Markus Püll, der Landtagsabgeordneten Verena Scheffer von den Grünen und der Büroleiterin des Europaabgeordneten Jens Geier (SPD). In einem anschließenden Seminar ging es zum Beispiel um den Beitritt weiterer Länder zur EU, um die Frage, ob sich die Europäische Union zu den "Vereinigten Staaten von Europa" weiter entwickeln soll, und um die Geschichte und die Ziele der Europäischen Einigung von den Fünfziger Jahren bis heute.
In einem weiteren Teil wurde mittels einer interaktiven Website in einem Online-Quiz im Wettbewerb mit z.B. einer Berliner und einer polnischen Schule das Wissen über Europa getestet. Dabei gewannen beide Teams der Gustav-Heinemann-Schule.
Oberbürgermeisterin Dagmar Mühlenfeld nahm den EU-Projekttag am 16. Mai zum Anlass, mit Schülern und Schülerinnen der GHS über europäische Themen ins Gespräch zu kommen.
(Foto: Walter Schernstein)
"Ich habe intensiv mit jungen Mülheimern und Mülheimerinnen darüber diskutiert, welche Chancen, aber auch welche Befürchtungen sie mit dem Thema Europa verbinden, welche Berührungspunkte sie haben und wie sie ihre Zukunft in einem hoffentlich auch weiterhin friedlichen Europa beurteilen", so die Oberbürgermeisterin, die über den Deutschen Städtetag im Ausschuss der Regionen (AdR) und im Rat der Gemeinden und Regionen Europas (RGRE) vertreten ist.
Zwei Stunden diskutierte die Oberbürgermeisterin mit 27 Schülern und Schülerinnen aktuelle Themen zur Europapolitik und zeigte dabei auch auf, welche konkreten Auswirkungen europäische Entscheidungen bis hin auf eine Kommune wie die Stadt Mülheim haben.
Diskutiert wurden aber vor allem aktuelle EU-Themen, die die Schüler und Schülerinnen bewegen: Wie müsste angesichts der atomaren Katastrophe in Japan eine europäische Energiepolitik aussehen und ist diese überhaupt möglich? Wie steht es um eine gemeinsame EU-Außenpolitik gegenüber Libyen und den übrigen Anrainerstaaten am Mittelmeer? Wie sieht die Zukunft der EU-Währungsunion angesichts der wirtschaftlich angeschlagenen Staaten wie Griechenland, Spanien, Irland und Portugal aus?
Zum Abschluss der zweistündigen Gesprächsrunde forderten die Schüler, dass in Zukunft Fragestellungen wie in der Schülersprechstunde diskutiert stärker in den Unterricht zu integrieren seien oder, wie Patric Waesch vorschlug: "Wir laden mal unseren EU-Abgeordneten in die Gustav-Heinemann-Schule ein, um noch mehr über die konkrete Arbeit aus dem EU-Parlament zu erfahren".
Das Netzwerk "Europaschulen Essen", zu dem auch die Gustav-Heinemann-Schule gehört, zeichnete auch in diesem Jahr anläßlich der Europawoche drei Schülerinnen und Schüler aus jeder Mitgliedsschule aus, die sich im letzten Jahr durch besonderes Engagement in Sachen Europa ausgezeichnet hatten.
Für die GHS erhielten diese Aszeichnung:
Lara Laurin Slominsky (9. Jg.) für ihr besonderes Engagement im Rahmen des Frankreich-Austausches, Daniel Kreilkamp (11. Jg.) für seine intensive Mitarbeit bei der Vorbereitung und Durchführung des Polen-Austausches und Daniel Pankow (12. Jg.) für seine besondere Mitwirkung beim neuen Austausch mit Bonares (Spanien).
(Foto: Verein Schule und Wirtschaft, Essen)
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