Forschendes Lernen an der Gustav-Heinemann-Schule

 

Projekt „Fettmagnet“ schafft es in die EU

 

Eine besondere Anerkennung wurde einer Delegation von Lehrern der
Naturwissenschaften an unserer Schule zuteil. Auf Einladung von SMEC (Science and
Mathematics Education Conference) sowie dem EU-Projekt „Establish“ hatte die
Gustav-Heinemann-Schule neulich eines ihrer Unterrichtsprojekte an der Universität in
Dublin präsentiert und dort einen großen Erfolg erzielt.

Inspiriert durch eine Kooperation mit Dr. Wolfgang Gräber vom IPN-Institut
(Leibniz-Institut für Pädagogik der Naturwissenschaften) in Kiel entwickelten Sigurd
Spaan, Stefan Wieser und Melina an de Meulen im letzten Jahr ein Forschungsprojekt, das sie mit Schülern im 7. und 9. Jahrgang realisierten. Die Jugendlichen untersuchten
die Effizienz des Schlankheitsmittels Chitosan. Ebenso kritisch wie akribisch analysierten
sie die Wirksamkeit des Fettmagneten, von dem vor allem die Werbeindustrie wahre
Wunder verspricht.

Diese Form des ‚Forschendes Lernens’ bedeutete für die Schüler der
Gustav-Heinemann-Schule, dass sie sich während des naturwissenschaftlichen
Unterrichtes wie echte Forscher in Untersuchungslabors fühlen konnten,
indem sie deren Methoden kennenlernten und anwendeten - der jeweiligen
Jahrgangsstufe entsprechend.

Wie die Wissenschaftler schrieben die SchülerInnen nach Abschluss des
Projektes ein Gutachten und stellten die verblüffenden Ergebnisse nachvollziehbar
auf Pfeil zur Strukturierung von InhaltenPlakaten dar.

Dieses Projekt hatte für derart großes Aufsehen gesorgt, dass die Gustav-Heinemann-
Schule eine von insgesamt drei Schulen war, die nach Dublin eingeladen wurde,
um diese Arbeit anderen Pädagogen aus Europa zu präsentieren. Im Rahmen der
Konferenz „Teaching at the heart of learning“ an der Universität Dublin, durchgeführt
von SMEC und dem Projekt „Establish“, zeigten Schulen aus der EU ihre Arbeiten aus
den Bereichen von Mathematik und Naturwissenschaften, mit der Absicht, europaweite
Netzwerke zu schaffen. Ziel ist es, den hohen Qualitätsanspruch wissenschaftlicher
Arbeiten auf EU-Ebene in die Unterrichtspraxis zu implementieren.

Mit der großen Resonanz auf ihr erfolgreiches Projekt gelang es der Gustav-
Heinemann-Schule auf Anhieb, erste Kontakte zu Schulen in Polen, auf Zypern und
auf Malta zu knüpfen. Auch dort haben sich engagierte Lehrer das forschende
Lernen im naturwissenschaftlichen Unterricht zur Aufgabe gemacht und sind an
einem Erfahrungs- und Ideenaustausch interessiert.

 

 

Text:   Petra Unland

 

 

 



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