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Impressionen der Gustav-Heinemann-Gesamtschule Mülheim an der Ruhr

Förderkonzept LEIV

 

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Grundsatzgedanken

LERNEN INDIVIDUELL - LEIV
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Das Förderkonzept der
Gustav-Heinemann-Schule

Individuelle Förderung an der Gustav-Heinemann-Schule orientiert sich an den vier Handlungsfeldern des Ministeriums zur individuellen Förderung:

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1. Grundlagen schaffen - Beobachtungskompetenz entwickeln
2. Mit unterschiedlichen Voraussetzungen und Begabungen umgehen
3. Übergänge begleiten
4. Nachhaltigkeit sichern

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Wir gehen davon aus, dass jeder Mensch von Natur aus neugierig ist, sich für das Leben und Lebenszusammenhänge interessiert und zunächst lernen und etwas leisten möchte.
Insofern denken wir, dass es niemanden gibt, der nur Defizite hat, d.h. Menschen, die absolut gar nichts können.
Wir wissen aber, dass jeder Mensch unterschiedliche Lernvoraussetzungen und Lernwege hat.
Im Sinne der uns anvertrauten Schüler bemühen wir uns, deren unterschiedliche Ausgangsbedingungen festzustellen. Auf dieser Grundlage machen wir ein entsprechendes Lernangebot und entwickeln individuell erreichbare Perspektiven, nicht jedoch ohne diese immer wieder an dem Entwicklungsprozess eines Kindes zu überprüfen und ggfs. auch zu verändern.
Dabei ist es uns besonders wichtig, Leistungsmotivation zu erhalten und zu unterstützen.

Unser Ziel ist es, unseren Schülern Schule als Forum nahe zu bringen, Wissen zu erwerben, die Notwendigkeit am Weiterlernen zu erkennen und Lust daran zu gewinnen, Handlungsmöglichkeiten zu entwickeln und Zusammenleben zu gestalten.
Die schulischen Angebote sollen nicht als „ein Muss" empfunden, sondern als „eine Chance" begriffen werden.

Hierin soll jedem Schüler die Möglichkeit gegeben werden zur Entfaltunng seiner individuellen Begabungen und damit zur Stärkung seiner individuellen Persönlichkeit.

Deshalb auch der Name unserer Konzeption LERNEN INDIVIDUELL, kurz: LEIV.

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Individuelle Persönlichkeit umfasst allerdings den ganzen Menschen:
Zum einen den Blick auf seine Leistungen und - zu diesem Zeitpunkt seines
Lebens - den Blick auf den Schulabschluss.
Zum anderen umfasst sie aber auch jetzt schon den Blick auf seine Persönlichkeit
und die Schwerpunkte, die außerhalb der üblichen Benotung einzelner Fächer liegen.
Denn es kommt nicht nur der Kopf, es kommt das ganze Kind.

Zur Persönlichkeitsentwicklung gehören aber auch allgemeine Werte wie Empathie,
Kooperationsfähigkeit und Eigenverantwortlichkeit. Diese schließt die
Verantwortlichkeit für die eigene Gesundheit und das eigene Wohlergehen mit ein
– und das will gelernt sein.

Pfeil zur Strukturierung von InhaltenHier einmal unsere Konzeption der Individuellen Förderung
Blank-Gif für Gestaltungszwecke(Abschlussorientierung und Persönlichkeitsentwicklung) im Überblick.

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1. Grundlagen schaffen - Beobachtungskompetenz entwickeln

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Diagnoseverfahren

Schulische Förderung kann nur dann einen weitgehenden Erfolg versprechen, wenn sie an der individuellen Ausgangslage einer Schülerin/eines Schülers orientiert ist.

Durch Zeugnisnoten wird diese, wenn ein Kind an unsere Schule kommt, jedoch nur unzureichend wiedergegeben. Denn die Lernvoraussetzungen sind sehr vielschichtig, ruhen oft im Verborgenen oder umfassen vielfach Bereiche, die die traditionellen Schulfächer nicht beinhalten.
Um die Stärken und Schwächen eines Kindes genauer zu diagnostizieren, finden an unserer Schule für den 5. Jahrgang während der ersten Zeit eine Reihe von Tests statt. Diese ermitteln im Fach Deutsch die Rechtschreibfähigkeit und das Textverständnis, im Fach Englisch und Mathematik den jeweiligen Kenntnisstand und in Naturwissenschaften das Interesse und die Motivation.
Über die Ergebnisse dieses Tests können die entsprechenden FachlehrerInnen, aber auch die KlassenlehrerInnen Auskunft geben.
Zusätzlich wird mit schriftlicher Einverständniserklärung der Eltern ein Test durchgeführt, der Kompetenzen in grundlegenden Bereichen feststellt.
Auf diese Daten wird nur in Zweifelsfällen zurückgegriffen, sodass sie den LehrerInnen nicht generell bekannt gegeben werden.
Eltern allerdings können sich über dieses Resultat in einem gemeinsamen Gespräch
mit einer Beratungslehrkraft informieren.
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Beratung
Auf der Grundlage der Testauswertungen sowie auch von Ergebnissen der ersten Klassenarbeiten und allgemeinen Beobachtungen im Unterricht und in den Freizeitbereichen findet noch vor den Herbstferien ein Meinungsaustausch des LehrerInnenteams statt. Hier wird, im 5. Schuljahr übrigens 8 mal, über die spezifischen Fördermöglichkeiten eines Kindes und damit auch über seine Schullaufbahn beraten - mit Blick auf den für das jeweilige Kind optimalen Schulabschluss.

Beratung erfolgt jedoch nicht nur innerhalb der Lehrerschaft. Sie findet auch über die gesamte Schullaufbahn statt in Form einer persönlichen Beratung von Erziehungsberechtigten und SchülerInnen.

Dabei umfasst sie nicht nur Themen, die Schulleistung betreffen, sondern schließt auch Bereiche wie z.B. die Persönlichkeitsentwicklung ein.

Hier können u.a. folgende Beratungsschwerpunkte genannt werden:

Punkt zur Strukturierung von Inhalten Abschluss-/Fachorientierung

Punkt zur Strukturierung von Inhalten Zuweisung zu den LEIV-Kursen in den Jahrgängen 5-10

Punkt zur Strukturierung von Inhalten Empfehlung des Wahlpflichtfaches im 6. Jahrgang

Punkt zur Strukturierung von Inhalten die Wahl der Fremdsprache im 8. oder 11. Jahrgang

Punkt zur Strukturierung von Inhalten Teilnahme an Austauschprogrammen

Punkt zur Strukturierung von Inhalten Gesundheits-/Persönlichkeitsorientierung

Punkt zur Strukturierung von Inhalten Zuweisung zu den 2LEIV5-Kursen

Punkt zur Strukturierung von Inhalten Zuweisung zu den LEIV5-10-Kursen

Punkt zur Strukturierung von Inhalten Arbeitsstundentraining

Punkt zur Strukturierung von Inhalten Arbeits- und Sozialverhalten

Punkt zur Strukturierung von Inhalten Teilnahme an Austauschprogrammen

Punkt zur Strukturierung von Inhalten Abschluss-/Berufsorientierung

Punkt zur Strukturierung von Inhalten Teilnahme an Betriebspraktika

Punkt zur Strukturierung von Inhalten Unterstützung bei der Berufswahl

Punkt zur Strukturierung von Inhalten Unterstützung bei dem Übergang in die SEK II

Punkt zur Strukturierung von Inhalten Unterstützung bei der Wahl der Leistungskurse im 12. Jahrgang

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2. Mit unterschiedlichen Voraussetzungen und Begabungen umgehen

Kursangebot LEIV
Den unterschiedlichen Jahrgangsstufen liegt jeweils eine eigene Konzeption der individuellen Förderung zugrunde.
Die detaillierten jahrgangsspezifischen Besonderheiten können den jeweiligen allgemeinen Darstellungen entnommen werden, ebenso die Übersichten der Kursangebote sowie die Beschreibungen einzelner Kurse:
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Jahrgangsspezifische Inhalte
In einem Angebot von über 80 Kursen werden den SchülerInnen der Jahrgänge
5-10 individuelle, an ihrem persönlichen Leistungsprofil orientierte Lerninhalte durch vielfältige Methoden vermittelt.

In den Jahrgängen 5 und 6 geht es primär darum, entweder noch Grundlegendes aufzuarbeiten und zu stärken oder vertiefend auszubauen.
Im 7. Jahrgang enthalten die Kurse Inhalte aus den Fächern Mathematik und Deutsch, im 8. Jahrgang aus dem Fachbereich Englisch.
Zusätzlich werden im 8. Jahrgang in einem zweiten Band Kurse angeboten, die die Profilorientierung „Organisation und Präsentation" zum Leitziel haben, dies durchaus an fächerübergreifenden Themen.
Hierbei ist es uns wichtig, Unterrichtsinhalte anzubieten, die Lernen auf anderen Lernkanälen ermöglichen, Erfolge mit sich bringen und Lernmotivation steigern.

Die Kurse der Jahrgänge 9 und 10 sind in diesem Schuljahr noch eng verzahnt mit den Unterrichtsinhalten der jeweiligen Hauptfächer. Ebenso greifen sie die Ergebnisse der Lernstandserhebungen auf und orientieren sich zudem an den Anforderungen der zentralen Leistungsüberprüfungen am Ende der Jahrgangsstufe 10 sowie den Abschlussanforderungen mit Blick auf die gymnasiale Oberstufe.
Im kommenden Schuljahr 2009/2010 werden sie für den 9. Jahrgang zusätzlich Inhalte der Berufsorientierung aufgreifen.
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Stundentafel
Die Förderkurse LEIV liegen in den Jahrgängen 5-8 innerhalb der regulären Stundentafel und sind verpflichtend für jede Schülerin/jeden Schüler.
Das Modell wird in den zwei kommenden Schuljahren auf die Jahrgänge 9 und 10 ausgedehnt. Zurzeit noch liegen in diesen beiden Jährgängen die Stunden nur für einige SchülerInnen zusätzlich zum allgemeinen Unterricht.
Generell sind die Kurse nicht wählbar. Nach eingehender Beratung der zuständigen LehrerInnenteams, den Abteilungsleitungen und BeratungslehrerInnen erfolgt eine Zuweisung entweder auf Zeugniskonferenzen oder auf gesonderten Konferenzen.
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Stundenanzahl
Für die Jahrgänge 5/6/7/9/10 stehen jeweils 2 Unterrichtstunden für individuelle Förderung zur Verfügung, für den 8. Jahrgang sogar 3 Stunden.
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Zeitliche Dauer
Die Kurse sind im 5. Jahrgang in 3 Modulen von jeweils ca. 10 Wochen angelegt, im 6. Jahrgang in 2 Modulen (halbjährlicher Wechsel), im 7/8. Jahrgang in 1 Modul, im 9./10. Jahrgang (noch) in 2 Modulen (halbjährlicher Wechsel).

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3. Übergänge begleiten

- Übergang Grundschule - weiterführende Schule
- Übergang Sek. I / Sek II
- Übergang aus der Schule in den Beruf. 

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4. Nachhaltigkeit sichern

- Lernen Individuell (LEIV) Bestandteil des Schulprogramms
- Überprüfung der Wirksamkeit der Fördermaßnahmen
- Kooperationen (Lernserver)

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