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Exkursion zum Schülerlabor Baylab Plastics (Bayer Leverkusen) 2013

 

Stellt euch vor ihr seid auf einer Party.  All eure Freunde sind da, die Musik ist voll aufgedreht. Das Essen ist lecker. Ihr feiert und tanzt und seid sehr durstig.
Ihr wollt was trinken, jedoch gehen euch plötzlich die Becher aus. Es ist spät und die
Läden haben bereits geschlossen. Was wollt ihr jetzt tun? Wie wäre es, wenn man
Becher ganz einfach selber machen kann? 

Für die Schüler des Chemie Grundkurses des 12ten Jahrgangs der Gustav-Heinemann-
Gesamtschule wurde dies möglich. Am 29.5.2013 besuchten sie das Schülerlabor Baylab
Plastics von Bayer Materials Science in Leverkusen. Vorangegangen war die erfolgreiche
Teilnahme an einem Wettbewerb des zdi-Zentrums („Zukunft durch Innovation“) der
Stadt Mülheim, ein wenig Losglück und eine breit angelegte Unterrichtsreihe zum Thema
„Vom Erdöl zu Anwendungsprodukten“.

Exkursion zum Schülerlabor Baylab Plastics (Bayer Leverkusen) 2013

Dort, beim Global Player, bei Bayer, durften die Schüler
erstmals an einem Produkt arbeiten und selbständig kreativ
sein. Sie durften das Design des Bechers entwickeln,
an seinem Material forschen, mit einer riesigen Spritzguss-
maschine Prototypen herstellen und sogar ihr "Unternehmen"
verwalten.  Alle mussten zusammen halten, um in Gruppen
(Design, Technik, Forschung, Kommunikation und Finanzen)
einen vernünftigen, verkaufsfertigen Becher herzustellen.
Das Motto:,, Team - Toll ein anderer macht's", gab's nicht.

Nun hieß es:,, Einer für alle, alle für einen" – das Motto des Tages. Am Ende des
ereignis- und erfahrungsreichen Tages war es vollbracht, ein neuartiges Produkt ist
erstanden. Der Becher,, Muki" war geboren. Dem Kurs wurde klar, gemeinsam kann
man viel erreichen.  Der Becher für die Party ist fertig und das Feiern und Tanzen
geht weiter.

 

Exkursion zum Schülerlabor Baylab Plastics (Bayer Leverkusen) 2013

 

Diejenigen, die sich fragen, was in den Teams passiert war, hier ein kurze Erklärung:

"In Teams planen, gestalteten, testen und produzieren Sie gemeinsam. Sie loben,
kritisieren, bestaunen Ihr Produkt und können es auch mit nach Hause nehmen.

Ob Sie als Designer, Forscher, Techniker, Kommunikator oder Finanzspezialist aktiv
werden - das bestimmen Sie! Wer sich nicht entscheiden kann, für den haben wir
unseren Check-up. Vielleicht erleichtern wir Ihnen auch die Auswahl, wenn Sie erfahren,
was in den einzelnen Teams gefragt ist. Eine ganze Menge, denn wir zählen auf Ihren
ehrgeizigen Einsatz, Ihre spontane Kreativität, Ihren ungebremsten Forscherdrang und
Ihre praktischen Fähigkeiten!

 

Exkursion zum Schülerlabor Baylab Plastics (Bayer Leverkusen) 2013


Das Designteam (Anna Hartel, Tatjana Kraft, Laura Maria Luise Wolfers, Laura Bonarrigo,
Carolin Niggemeier)


Im Design- und Marketing-Team

Beim Planen und Gestalten sind Sie als Designer stark gefragt. Denn Sie legen das
Produktoutfit fest: Rot, azurblau, pink oder neongelb? Mit Glittereffekten, klar,
undurchsichtig oder milchig? Die Entscheidung wird sicher nicht leicht. Klar, dass Sie
bei allem Styling auch die Markttrends nicht aus dem Auge verlieren dürfen. Und natürlich
sollten Sie mit den anderen Teams abstimmen, ob Ihre Ideen umsetzbar sind. Schlau,
wenn Sie dem Kommunikations-Team einen Tipp geben und dort eine coole Anzeige oder
sogar ein Werbespot für Ihr Produktdesign ordern.

Dickes Pensum, aber im Team werden Sie es packen und am Ende sagen: Klasse Produkt! Tagesauftrag geschafft!

 

Exkursion zum Schülerlabor Baylab Plastics (Bayer Leverkusen) 2013

Das Forschungsteam (Eda Kücük, Alessandra Wiechers, Lorna Widlok)

 

Im Forschungs-Team

Für einen Tag in den weißen Kittel schlüpfen und Forscher sein, geht das überhaupt?
Forschen heißt doch jahrelang tüfteln, probieren, verwerfen, grübeln, berechnen,
beweisen und mit 80 Jahren vielleicht den Nobelpreis abfassen!

Im Baylab plastics reicht dafür ein Tag! Natürlich ist da noch nicht der Nobelpreis drin!
Am Ende Ihres Forschertages halten Sie jedoch ein direkt in Eigenregie gefertigtes, echtes
Produkt in den Händen.

Wichtige Entscheidungen zur richtigen Materialwahl und zur optimalen Verarbeitung sind
dafür von Ihnen zu treffen! Wie? Beispielsweise durch Zug- oder Zerreißprüfungen oder die
Bestimmung der Restfeuchte der Materialien. Vielleicht hilft auch der Blick durch das
Mikroskop. Dabei müssen Sie eventuell noch berücksichtigen, dass vom Designteam ganz
spezielle Oberflächenstrukturen gewünscht werden, das Technik-Team noch mit den
Betriebsparametern der Spritzgießmaschine kämpft oder das Kommunikations-Team schnell
ein Interview für die Internetseite Ihrer Schule von Ihnen braucht.

Zusammenarbeit ist deshalb nicht nur im eigenen Team sondern auch unter den
Teams gefragt! Denn innerhalb eines Tages soll aus einer Hand voll Kunststoffgranulat
Ihr gemeinsames Produkt entstehen, das sich sehen und gebrauchen lässt!

 

Exkursion zum Schülerlabor Baylab Plastics (Bayer Leverkusen) 2013

Das Technikteam (Annika Hanhardt, Jana Schmelting, Nico Mühlemeier)


Im Technik-Team

Sie werden heute erstmal mächtig staunen! Denn Ihnen wird die Bedienung einer hyper-
modernen Spritzgießmaschine anvertraut! Denn in diese Maschinen kommt Kunststoff-
granulat rein und am Ende Ihr Produkt raus. Das ist natürlich der absolute Schnelldurchlauf
Ihres Baylab plastics-Tages. In slow-motion sieht das nicht ganz so einfach aus.
Da kommen die Designer mit Ihren verrückten Ideen und bringen Sie ganz schön ins
Schwitzen. Denn um deren Farb- und Musterwünsche zu realisieren, müssen Sie sich mit
Funktionsweise, Parametern und Bedienung der Spritzgießmaschine vertraut machen.
Zu klären ist auch, ob genügend Rohmaterial für eine Produktserie zur Verfügung steht.
Mit dem Forscherteam tauschen Sie sich über die Materialeigenschaften aus! Zwischendurch
macht das Kommunikations-Team noch schnell ein Foto für die Präsentation Ihres Baylab
plastics-Tages. Da heißt es, einen kühlen Kopf bewahren! Doch Ihr Einsatz wird am Ende
garantiert belohnt - mit einem eigenhändig hergestellten Produkt!

 

Exkursion zum Schülerlabor Baylab Plastics (Bayer Leverkusen) 2013

Abb. 4: Das Kommunikationsteam (Gian-Marco Manno, Tim Pimmeröder)


Im Kommunikations-Team

Auf Sie wartet heute etwas wirklich Spannendes: Sie koordinieren, unterstützen,
dokumentieren und präsentieren die Entstehung Ihres eigenen Produktes!

Ein Tag im Baylab plastics - da gibt es massenweise Spannendes zu berichten. Was, wie
und wo soll dokumentiert werden? Teamportrait, Produktstudie oder Ihr persönlicher
Baylab plastics-Tag? Artikel, Interview oder Video? In der Schülerzeitung, auf der Internet-
seite Ihrer Schule, auf einer CD oder in einer Powerpointpräsentation? Alles ist möglich!
Neben dem Schreiben, Fotografieren oder Filmen unterstützen Sie die anderen Teams.
Beispielsweise initiieren Sie für das Designteam eine Meinungsumfrage, um die neuesten
Trends zu erkunden. Vielleicht gelingt es Ihnen sogar, eine originelle Werbeanzeige für das
Produkt zu entwerfen. Das richtige Fingerspitzengefühl ist außerdem gefragt, damit die
Kommunikation unter den Teams stimmt! Denn nur mit der richtigen Zusammenarbeit
gibt es am Ende ein Ergebnis, auf das alle stolz sind.

Und Sie können ein Teilnehmerzertifikat für alle Teilnehmer des Tages ausstellen.
Das hilft Ihnen dann vielleicht sogar bei einer Bewerbung.

 

Exkursion zum Schülerlabor Baylab Plastics (Bayer Leverkusen) 2013

Das Finanzteam (Marvin Lohrengel, Dominik Lühe, Jan Napieralski, Fabian Marcus)


Im Finanz-Team

Was kostet die Herstellung mit den Maschinen? Wie viel verdienen die Mitarbeiter?
Und wie hoch ist die Miete für Produktionshalle, Labor und Ausrüstungen? Wenn Sie das
herausgefunden haben, geht es erst richtig los.

Wo muss optimiert werden, damit das Produkt preiswerter hergestellt werden kann?
Und welche Strategie haben Sie für den Fall parat, dass auf dem Markt nur ein viel
niedrigerer Preis als geplant für Ihr Produkt zu erzielen ist? Knallharter Geschäftsalltag also!
Mit Sicherheit wird es sehr interessant sein zu erfahren, welche Kosten anfallen, um ein
Produkt herzustellen!

Richtig spannend wird es aber, wenn es dann gilt, einen marktgerechten Preis dafür zu
erzielen. Dabei erfahren Sie selbst, was es heißt, Verantwortung für die Mitarbeiter und das Unternehmen zu tragen."

Aus
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Text:    Laura Bonarrigo
Fotos:
  Der Kurs 2ChG1 und Christian Uebing



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