LAN-Party

 

Süchtig nach Computerspielen

Spielzeiten vereinbaren und Lernpensum fordern

 

LAN-Party 2014


Konzentrationsschwäche, Müdigkeit, Desinteresse – das sind die Alarmsignale,
die Eltern empfangen, wenn ihre Kinder im digitalen Netz gefangen sind.
Doch was fesselt die Kids so sehr, dass sie alles andere um sich herum vergessen
und sogar süchtig werden? Damit die Eltern ihre Sprösslinge besser verstehen lernen,
fand unter Leitung des „Computerprojekts Köln“ (Spieleratgeber NRW) eine
„Eltern- LAN- Party" an der Gustav-Heinemann-Schule mit 40 teilnehmenden
Eltern statt. Im Rahmen der Aktionstage „Sucht hat immer eine Geschichte“ der
gleichnamigen NRW- Landeskampagne erhielt die LAN- Party von
Mitarbeiter/-innen der Mülheimer „ginko"- Stiftung, Hans-Jürgen Haak und Deike Kranz,
beratende Unterstützung.

Nach einem Vortrag zur Geschichte, den Ursachen und Bedingungen der Faszination
für Computerspiele konnten sich die Eltern selbst an verschiedenen Spielen versuchen.
Zur Auswahl standen dabei nicht nur „klassische“ Spielkonsolen, sondern auch Spiele
auf dem iPad und Online-Rollenspiele. Hohes Suchtpotenzial haben Spiele,
die über online-Netzwerke funktionieren, wie z.B. „World of Warcraft“ oder auch das
Browserspiel „Clash of Clans“. Hier werden die Spieler regelrecht dazu gezwungen,
„am Ball zu bleiben“, um nicht zu verlieren oder das nächste Level zu erhalten.
Gefährlich werden können auch Spiele, bei denen die Kinder über Freunde im Internet
unter Druck gesetzt werden, weiter mitzumachen. Dies sind dann oft Freunde,
mit denen man im wirklichen Leben gar nichts zu tun hat und wo die Bindung nur
über gemeinsame „Erfolge“ im Spiel definiert wird.

LAN-Party 2014

Die „Netz-Scouts“ der GHS standen dabei den Eltern kompetent mit Rat und Tat zur
Seite und so konnten sich die Eltern selbst einmal ohne ihre Kinder ein umfassendes Bild
von Computerspielen und ihren Möglichkeiten und Gefahren machen. Im Anschluss folgte
eine anregende Diskussion, in der nicht nur mögliche Gefahren einer Spielsucht und
deren Ursachen thematisiert wurden, sondern auch praktische Tipps im Umgang mit den
Mediengewohnheiten im familiären Raum gegeben werden konnten.
Die Experten rieten den Eltern, sich an die die Altersbegrenzungen (FSK) der Spiele halten
und altersgemäße Spielzeiten zu vereinbaren. Gewarnt wurde vor dem oft verordneten
Computerverbot bei schlechten Schulnoten. Besser sei es, direkte Konsequenzen zu
ziehen und zum Beispiel das Lernen von Vokabeln einzufordern. Denn wer lernt, habe
weniger Zeit für Computerspiele.

Tipps zum Umgang mit Computerspielen gibt es für Eltern übrigens unter:

Pfeil zur Strukturierung von Inhaltenwww.klicksafe.de   (Empfehlung der Mitarbeiter des Computerprojekts Köln)

 

Text: Georg Brörmann/Petra Unland



Druckerfreundliche Version Druckerfreundliche Version

Beitrag als PDF-Datei herunterladen Beitrag als PDF-Datei herunterladen

Transparenter Pixel