Mathe-NW-Wettbewerb an der Gustav-Heinemann-Schule

Aha-Effekte und ein knalliges Finale

 

Die Klasse 7.4 stellt das Gewinner-Team 

Wenn die Chemie stimmt, dann stimmt sie richtig! So lässt sich, locker formuliert,
die Reaktion der SchülerInnen auf die Experimentalstunde mit Prof. Dr. Ferdi Schüth
beim Mathematik-Naturwissenschaften-Wettbewerb der Gustav-Heinemann-Schule
zusammenfassen, denn die Experimente, die der international renommierte
Wissenschaftler unseren SchülerInnen präsentierte, fanden diese „voll Hammer!“.

Mathe-NW-Wettbewerb 2011

Den ganzen Vormittag über hatte es gegolten, mathematische Rätsel zu lösen
und vor allem der Kernfrage nachzugehen, wie denn wohl ein rohes Ei, von der
1. Schuletage geworfen, unbeschadet auf dem Schulhof landen könnte.
Da wurde getüftelt, gerechnet, ausprobiert und trotz aller Konkurrenz gab es
viel gegenseitige Hilfestellung. Sieben Klassen des 7. Jahrgangs hatten je
zwei Mädchen und zwei Jungen in den Wettbewerb geschickt und damit das
Konzept unsere Schule realisiert, auf spielerische Weise Mädchen und Jungen
für den Fachbereich MINT (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften, Technik)
zu begeistern.

Mathe-NW-Wettbewerb 2011

Mathe-NW-Wettbewerb 2011

Alle Teams hatten gute Ideen, doch am Ende konnte es nur einen Gewinner
geben. Zur Siegerehrung im Silentium waren dann auch die Klassenkameraden
eingeladen, KlassenlehrerInnen sowie Abteilungsleiterin Silvia Dallmann ließen
die Teams hochleben.

Mathe-NW-Wettbewerb 2011

Es siegte die Klasse 7.4 mit einer grandiosen Punktzahl für ihr Projekt:  
Nico Reining, Niklas Fricke, Natalie ten Wolde und Pia Merten hatten eine
Superlösung für das bruchsichere Ei gefunden. Genauso wie die zweitplazierte
Klasse 7.3, die nur knapp hinter dem Siegerteam lag. Can Atmis, Cederic
Fondermann, Jenna Schmitt und Sophie Livoti hatten ein paar Fehlstarts, die leider
zu Punktabzügen geführt hatten. Auf Rang 3 kam die 7.6, die die Fachjury mit
einem besonders ökologischen Schutz für das Ei überzeugt hatte. Kompliment also
auch an Delia Packroß, Victoria Norris, Sebastian Grabig  und Felix Schmidt.

Mathe-NW-Wettbewerb 2011

Während die Jury ihre Entscheidungen treffen musste, hatten die Wettbewerb-
Teilnehmer die einmalige Gelegenheit, Prof. Dr. Ferdi Schüth vom Max-Planck-Institut
für Kohleforschung und dessen spektakuläre Experimente zu erleben.

Mathe-NW-Wettbewerb 2011

Schüth, Wissenschaftler und Dozent der Uni Bochum, präsentierte eine
naturwissenschaftliche Stunde rund um die Elemente der Luft und das hatte
beinahe Show-Charakter. Ausgerüstet unter anderem mit Sauerstoff,
Helium und flüssigem Stickstoff verblüffte er sein neugieriges und wissbegieriges
Publikum mit Überraschungseffekten aus der Trickkiste der Chemie. Zwischendurch
war es mucksmäuschenstill, so fasziniert waren die Siebtklässler von Schüths mit
flüssigem Sauerstoff gefüllten Schokokuss, der zwar explodierte, aber dessen Schokohülle überraschend völlig intakt blieb.

Mathe-NW-Wettbewerb 2011

Aufgeregte Zwischenrufe im Stil von „Cool!“ erntete der Professor auch, als er
Kaliumchlorat erhitzte, den Sauerstoff isolierte und anschließend ein Gummibärchen
in die so von ihm vorbereitete „Hölle“ schickte, wo es in gleißender Flamme verglühte.
„Jetzt könnt ihr mal überlegen, was dem Gummibärchen lieber ist.
Meine Hölle oder von euch zerkaut zu werden?“, witzelte Schüth, der ein gutes
Gespür für Kinder und deren Interessen bewies.

Mathe-NW-Wettbewerb 2011

Fundiert und nachvollziehbar erarbeitete er mit den Kids gemeinsam die Grundlagen
der Experimente und führte eines nach dem anderen durch. Er goss Stickstoff auf
den Boden oder erzeugte Nebel mit Trockeneis und ein Junge sprang auf und rief:
„Endlich weiß ich, wie Nebel hergestellt wird!“

Ein Aha-Effekt jagte den nächsten, bis Schüth zum Finale ansetzte, der Zündung
seiner sogenannten Böllerbüchse. Das Sauerstoff-/Wasserstoffgemisch explodierte
mit einem lauten Knall, der im gesamten Chemietrakt zu vernehmen war.
Anschließend tobte der Applaus und Prof. Ferdi Schüth lud die Kinder ein, im nächsten
Jahr seiner Experimente-Show auf der Mülheimer Freilichtbühne beizuwohnen.

 

Text:      Petra Unland
Bilder:    Barbara Springer



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