MPI-Tag 2013

Pressemitteilung des Max-Planck-Instituts
für Kohlenforschung in Mülheim

 

31. Januar 2013

 

MPI-Tag 2013 Max-Planck-Institut

Begeistert von Katalyse, Biodiesel und Brennstoffzelle: Junge Forscher des 
Max-Planck-Instituts für Kohlenforschung unterrichten an der Mülheimer Gustav-
Heinemann-Gesamtschule Mülheim an der Ruhr. Was macht ein Katalysator?
Wie funktioniert eine Brennstoffzelle? Und was steckt eigentlich hinter diesem
Biodiesel, über den man immer wieder in der Zeitung liest? 50 Schülerinnen
und Schüler, die die Jahrgangsstufe 10 der Gustav-Heinemann-Gesamtschule in
Mülheim an der Ruhr besuchen, beschäftigen sich an einem Donnerstagvormittag
ganz besonders intensiv mit dem Thema Chemie. Denn die Jungen und Mädchen
haben Besuch: Eine Gruppe junger Forscher des Max-Planck-Instituts (MPI) für
Kohlenforschung ist vorbeigekommen, um den Schülern in anschaulichem Unterricht
einen Eindruck von der Forschungsarbeit zu vermitteln, die am Institut gemacht wird
– und auch von den Menschen, die dort arbeiten.

MPI-Tag 2013 Max-Planck-Institut

Diese Max-Planck-Tage werden schon seit mehreren Jahren erfolgreich an der
Gustav-Heinemann-Gesamtschule praktiziert. Doch bevor es in den Chemietrakt der
Schule geht, stellen sich die Forscher des MPI den Schülern vor: „Ihr werdet sehen,
dass Chemiker ganz normale Leute sind, mit denen man prima zusammenarbeiten
und reden kann“, sagt Tobias Zimmermann, Doktorand am MPI, mit einem
Augenzwinkern. Sofort ist das Eis gebrochen, die Schüler teilen sich in kleine
Arbeitsgruppen auf,  rüsten sich mit Schutzbrillen, Laborkitteln und Chemikalien aus
und legen los.

MPI-Tag 2013 Max-Planck-Institut

Ganz langsam und vorsichtig schütten zwei Schülerinnen jeweils eine klare Flüssigkeit
in einen großen Messzylinder. Schon nach wenigen Augenblicken beginnt das
Gemisch zu blubbern. In Windeseile ist eine große „Schaumschlange“ aus dem Zylinder
geklettert. Auf diese Weise lernen die Mädchen und ihre Klassenkameraden, was ein
Katalysator ist: ein chemischer Heiratsvermittler, der Reaktionen beschleunigt oder
erst möglich macht. Denn in ihrem Messzylinder ist aus Wasserstoffperoxid Wasser
und Sauerstoff geworden. Verantwortlich dafür ist der Katalysator Kaliumjodid,
der die Reaktion erst möglich gemacht hat.  „Im Unterricht werden viele Themen nur
angekratzt“, sagt eine beiden Schülerinnen später.
Darum gefällt ihr am Max-Planck-Tag besonders, dass man sich intensiver – und vor
allem praktisch -mit bestimmten Themen aus der Chemie auseinandersetzen kann.
„Das Katalyse-Experiment fand ich schon sehr spannend!“

MPI-Tag 2013 Max-Planck-Institut

An den beiden weiteren Stationen stellen die Schüler mit den Forschern Biodiesel her,
befassen sich mit Brennstoffzellen und lassen anschließend sogar ein kleines
Max-Planck-Auto fahren. Ganz nebenbei werden Themen wie die Rolle der Wissenschaft
in Bezug auf die Energiewende diskutiert.

„Für uns ist der Max-Planck-Tag eine gute Möglichkeit, den Schülerinnen und Schülern
bei der Entscheidung zu helfen, welche Fächer sie in der Oberstufe belegen welchen
beruflichen Weg sie einschlagen wollen“, sagt Volker Smit, Lehrer an der Gustav-
Heinemann-Gesamtschule und Koordinator für die Naturwissenschaften im Hinblick auf
Berufsorientierung. Er freut sich darüber, dass seine Schüler die Gelegenheit haben,
die Arbeit an einem wissenschaftlichen Institut ein wenig kennenzulernen.

 

Text und Bilder:
Sarah-Lena Gombert
(Presse- und Öffentlichkeitsarbeit am Max-Planck-Institut)



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