Gustav-Heinemann-Gesamtschule Mülheim an der Ruhr - Europaschule in NRW

Projekt Plastikpiraten - Unser Wiedersehen in Darlington

 

Science in Europe - GHS kann ErfolgsprojekUK-German Connection - UK-German Connectiont dank Förderung der UK-German Connection fortsetzen!

 

Beginnen wir doch zunächst mit einigen Hintergrundinformationen:

Auch in diesem Jahr wurde im Rahmen des Wissenschaftsjahrs 2018 das 
Projekt Plastikpiraten durchgeführt. Während dieses Projekts werden Flüsse von Jugendlichen untersucht und gesäubert. Das Ziel dieser Untersuchungen ist es, die Verschmutzung der Gewässer zu untersuchen, wobei der Fokus auf dem äußerst gefährlichen Mikroplastik liegt, aber natürlich auch jegliche Verschmutzungen beseitigt und einbezogen werden sollen. Zuvor werden die SchülerInnen im Bereich der Umweltverschmutzung geschult und tätigen Experimente mit Plastik.

Nachdem schon letztes Jahr Schülerinnen und Schüler des Carmel College aus Darlington zu uns nach Mülheim kamen, ging es nun dieses Jahr für unsere Schule dorthin. 12 SchülerInnen aus dem 9. Jahrgang machten sich zusammen mit Frau Ghaderisadi und Herrn Smit und auf den Weg nach Darlington, Mülheims Partnerstadt in England.

Wir flogen nach Newcastle und wurden bei der Ankunft am Flughafen auch schon herzlich von der Lehrerin Rachel Hardcastle empfangen, die uns mit eigenen Bussen zu unserer Partnerschule, dem Carmel College in Darlington, brachte. Dort sahen wir endlich unsere britischen Mitschüler wieder, die letztes Jahr bei uns zu Besuch waren. Gemeinsam fuhren wir dann nach Durham, wo wir uns die berühmte Kathedrale anschauten. Anschließend ging es wieder nach Darlington, wo wir alle zusammen im Restaurant aßen. Den restlichen Abend ließen wir gemütlich in unserem schönen City-Hotel ausklingen.

Mülheimer Plastikpiraten besuchen Darlington - Austauschgruppe Darlington

Am zweiten Tag startete dann auch schon unser Projekt. Nach dem gemeinsamen Frühstück in der Schule verbrachten wir ein paar Stunden damit, Plastik zu erforschen. Wir führten zahlreiche Experimente durch, wobei nicht alles einwandfrei funktionierte. Nach dem Forschen ging es für uns in die Mittagspause, die wir natürlich in der Schule verbrachten. Unsere englischen Mitschüler zeigten uns bei dieser Gelegenheit ihre Schule und uns fielen schnell Gemeinsamkeiten, aber auch sehr viele Unterschiede zu Schulen in Deutschland auf. Nach der Mittagspause diskutierten wir darüber, welche Eigenschaften einen „Global Citizen“ ausmachen. Dazu fertigten wir in Gruppen Plakate an.

Mülheimer Plastikpiraten besuchen Darlington - Austauschgruppe DarlingtonMülheimer Plastikpiraten besuchen Darlington - Austauschgruppe Darlington

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Am Mittwoch ging es für uns dann schließlich mehr um das Projekt. Heute sollten wir an den Fluss Tees fahren und dort unsere Untersuchungen durchführen. Dazu teilten wir uns in Gruppen ein und jede Gruppe hatte eine bestimmte Aufgabe. Unter anderem war es Aufgabe, die Flussgeschwindigkeit zu bestimmen oder die Müllansammlung am und im Fluss festzuhalten. Nachdem wir alles untersucht hatten, hatten wir zwei Stunden Zeit, um uns die Stadt Darlington genauer anzuschauen oder um das laufende WM-Spiel zu gucken. Später sind wir wieder in die Schule gefahren um dort alle Ergebnisse, die wir gefunden haben, einzutragen und mit den Daten von der Ruhr, die wir letztes Jahr untersucht haben, zu vergleichen. Anschließend aßen wir das für England typische „Fish and Chips“ und kehrten wieder ins Hotel zurück.

Mülheimer Plastikpiraten besuchen Darlington - Austauschgruppe DarlingtonNun war es schon Donnerstag und wir fuhren zunächst zu einer Recyclingfabrik (Sue's Recycling), wo uns die netten Mitarbeiter erklärten, was alles mit unserem Müll passiert. Der Mann führte uns herum und wir durften sogar in den Kontrollraum. Dort wurde uns bewusst, wie viel Müll der Mensch eigentlich produziert. Für die meisten von uns war dieser Ausflug mitunter auch unangenehm, was nicht zuletzt am sehr starken Gestank und den lauten Maschinen lag. Nach knapp zwei Stunden fuhren wir wieder zur Schule und bereiteten uns auf den heutigen Tag vor. Denn heute durften wir auch unsere britischen Mitschüler für zwei Stunden zu ihrem Unterricht begleiten. Wir erfuhren, dass es unterschiedliche Kurse gibt, in die SchülerInnen meistens nach Leistung eingeteilt werden. Wir stellten auch fest, dass es sehr üblich ist, dass der Unterricht von einer Powerpoint-Präsentation begleitet wird. Nach den zwei Schulstunden trafen wir uns alle wieder und bereiteten uns auf das Wichtigste vor: unsere Präsentationen.

Mülheimer Plastikpiraten besuchen Darlington - Austauschgruppe DarlingtonDas Ziel unserer Fahrt war es, eine Präsentation vor Publikum über das Gelernte zu halten. Unter anderem wurde unsere Vorgehensweise am Fluss beschrieben und die Ergebnisse für die Ruhr und für den Tees zusammengefasst. Wir erläuterten auch den Unterschied zwischen Mikro- und Makroplastik, gaben Lösungsvorschläge, die jeder ausprobieren kann und klärten über die Zukunft mit Plastik auf.

Anschließend verabschiedeten wir uns von unseren englischen Mitschülern und der Lehrerin Rachel Hardcastle und bedankten uns bei ihnen für die tolle Zeit, die wir hatten.

Am nächsten Tag ging es dann für uns, nach einer sehr erfolgreichen und spannenden Woche, leider auch wieder zurück nach Deutschland.

Noch ist unser Projekt „Plastikpiraten“ nicht vorbei. Wir erwarten unsere englischen Freunde im Oktober 2018 wieder in Mülheim, wo wir uns zum dritten und leider auch zum letzten Mal wiedersehen. Wir hoffen sehr, dass der Kontakt mit dem Carmel College nach dem Projekt weiterhin besteht, sodass auch andere Schüler und Schülerinnen die Möglichkeit haben, ihre sprachlichen und naturwissenschaftlichen Fähigkeiten einzusetzen und zu verbessern.

 

Text:    Amelia Kielkowska & Kevin Teschner

Fotos:  Austauschgruppe



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© Gustav-Heinemann-Schule Mülheim an der Ruhr, Stand: 16.12.2018 www.gustav-ghs.de