Sportmotorische Eingangstests

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GHS führt Sportmotorische Eingangstests für den 5. Jahrgang durch

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Bewegung macht schlau und selbstbewusst 

Viele jüngere Kinder gelten heutzutage als unsportlich, weil es ihnen an Bewegung
fehlt. Eine Sorge, die Eltern, Pädagogen und Wissenschaftler gleichermaßen
beschäftigt. Doch wo soll man ansetzen? Eine pragmatische Lösung hat das
Sportwissenschaftliche Institut der Uni Duisburg-Essen gefunden und begonnen,
gemeinsam mit der Gustav-Heinemann-Schule, die als „Schule in Bewegung“
zertifiziert ist, den Nachwuchs sportlich noch stärker zu fördern.

Sportmotorischer Eingangstest 2011

Die Sportwissenschaftler unter der Leitung von Prof. Roland Naul fanden mit der
 Gustav-Heinemann-Schule (GHS) einen Kooperationspartner, der sich qua Schulprofil
dem Gesundheitsmanagement von SchülerInnen (und natürlich auch LehrerInnn)
verschrieben hat und deshalb sofort bereit war, neue und effiziente Maßnahmen
gegen die allseits beklagte ‚Unsportlichkeit’ zu beschreiten. Bereits im letzten Jahr fing
man damit an, die frischgebackenen Neuzugänge an unserer Schule spielerisch zu
testen. Nur wenige Schulen in Nordrhein-Westfalen führen diesen sogenannten
„Sportmotorischen Eingangstest" für Fünftklässler durch. Dieser Test ermittelt in
acht Disziplinen (darunter Rumpfbeugen, Rückwärts-Balancieren oder Kurzsprints)
die Grundfähigkeiten in den Bereichen Ausdauer, Kraft und Koordination.
Ein Fünftklässler, der 41 Schritte rückwärts balancieren kann, liegt dabei zwar weit
über dem Durchschnitt von 50 Prozent, was aber nicht heißt, dass dieses Kind im
Standweitsprung ebenfalls überdurchschnittliche Werte erzielt.
Im Gegenteil. Die Fähigkeiten sind sehr unterschiedlich und müssen deshalb
fachkundig analysiert werden.

Sportmotorischer Eingangstest 2011

Sigurd Spaan, Abteilungsleiter des 5. und 6. Jahrgangs und Sportlehrer zugleich,
steckt die Ziele der Sportfachkonferenz noch weiter: „Wir möchten sogar
Durchschnittswerte von 60 Prozent erreichen."

Damit fordert er ein durchaus realistisches Ziel für unsere Schule und deren
Möglichkeiten, da sich unsere SchülerInnen mit dem LEIV-Angebot
(LEIV = LERNEN INDIVIDUELL) zusätzlich zum Sportunterricht an einer breiten
Vielfalt von Sportangeboten erfreuen dürfen. Dazu gehören Kurse in Jonglage
ebenso wie Schwimmunterricht oder Yoga- und Konzentrationsübungen.

Nach dem Eingangstest erstellt das Sportwissenschaftliche Institut jedem Kind
ein eigenes Profil mit einer Leistungskurve, die in etwa einer Fieberkurve gleicht. Gespannt erwarten anschließend die Erziehungsberechtigten diese Werte sowie
die daraus abzuleitenden Schlussfolgerungen.

Sportmotorischer Eingangstest 2011

„Unsere Eltern nehmen auch gerne die Gelegenheit wahr, sich über das Ergebnis
für ihr Kind informieren zu lassen", stellt Sigurd Spaan zufrieden fest. Ganztägig
hatten vier SportlehrerInnen im letzten Jahr die Eltern informiert und gemeinsam
über Möglichkeiten zur intensiven sportlichen Förderung sowie zur Herausforderung beraten. Parallel dazu gelang es der Sportfachkonferenz, engagierte Sportvereine
der Region in dieses Konzept zu integrieren. So arbeitet die GHS bereits mit 22
Vereinen zusammen, was bedeutet, dass den Kindern zusätzlich zu Sportunterricht,
Sportförderung auch eine Brücke zum Vereinssport in der Nachbarschaft 'gebaut' wird.

Alle zwei Jahre werden die SchülerInnen nachgetestet, um entsprechende
Entwicklungen überprüfen zu können. Außerdem ist interessant zu wissen, wie sich
die Kinder insgesamt entwickeln. Deshalb hat ein Student der Uni Duisburg-Essen
den Vergleich des jetzigen mit dem letzten 5. Jahrgang der Gustav-Heinemann-Schule
zum Thema seiner Examensarbeit gemacht.

 

Text:     Petra Unland



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