Streitschlichter

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Seit dem Sommer des Jahres 2004 gibt es an der Gustav-Heinemann-Schule
auf Anregung der Schulleitung eine Gruppe von Streitschlichtern.

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Nach anfänglichen Recherchen und der Sichtung verschiedener
Streitschlichtungsmodelle haben wir (SV-LehrerInnen und -SchülerInnen) uns
nach einem Besuch der Berta-von-Suttner-Gesamtschule in Dormagen für das
dort entwickelte Modell der „Autonomen Streitschlichtung" entschieden. Für uns
war ausschlaggebend, dass die SchülerInnen selbst versuchen, die Konflikte
zu lösen und dass LehrerInnen lediglich im Hintergrund (Supervision) tätig sind.
Außerdem ist das Konzept gesprächsorientiert und nicht „papierlastig", sodass
es nicht zu sehr an schulisches Arbeiten erinnert.

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Mittlerweile werden von uns regelmäßig SchülerInnen ab Klasse 8 ausgebildet
und betreut und die Streitschlichtung ist im Schulprogramm festgeschrieben.
Anfangs hatten wir einen Streitschlichtungsraum eingerichtet und allen fünften
und sechsten Klassen (für die älteren ist eine Schülerstreitschlichtung eher die
Ausnahme) ein Anschreiben mit den Fotos der Streitschlichter und den Präsenzzeiten
überreicht. So konnten die SchülerInnen ihre Streitschlichter kurz kennen lernen
und die Schwelle, zur Streitschlichtung zu gehen, wurde gesenkt.
In der folgenden Zeit kamen auch vereinzelt SchülerInnen zur Streitschlichtung,
doch die ganz große Nachfrage blieb aus.
Eine Ursache dafür könnte darin gelegen haben, dass unsere SchülerInnen in
Streitfällen traditionsgemäß die Sozialpädagoginnen oder die KlassenlehrerInnen
aufsuchen und es nicht gewohnt sind, sich älteren SchülerInnen anzuvertrauen.

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Wir stellten unser Konzept aus diesem Grund um und begaben uns direkt in
den Freizeitbereich. Das führte allerdings dazu, dass die Streitschlichter auch mit
Aufsichtsaufgaben betraut wurden (was dem Grundgedanken der Streitschlichtung
entgegensteht) und auch teilweise von SchülerInnen gehänselt wurden.
Da das nicht tragbar war, haben wir unser Konzept wieder modifiziert und führen
jetzt eine klassenbezogene Ausbildung durch, die mit dem Patenkonzept unserer
Schule korrespondiert. Bei dieser Vorgehensweise werden die Patinnen und Paten
der 5. Klassen speziell in der Streitschlichtung ausgebildet. Sie besuchen ihre
Patenklassen regelmäßig in den Klassenstunden oder auch im Fachunterricht und
bleiben so in engem Kontakt zu den jüngeren SchülerInnen. In den fünften Klassen
wird die Streitschlichtung erfahrungsgemäß am häufigsten gefragt.

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Neben Streitschlichter-Programmen, die für ganze Klassen gedacht sind,
z. B. „Konflikte selber lösen" nach Kerntke u. a. findet für alle 7. Klassen unserer
Schule ein Coolness-/Deeskalationstraining statt, denn Frau Dziobek,
Frau Krüger, Frau Löckenhoff, Herr Grimm und Herr Hammel sind ausgebildete
Antigewalt-, Coolness- und DeeskalationstrainerInnen.

An unserer Schule gibt es eine Courage-Gruppe, die unter der Leitung von Frau Rohr,
Herrn Bloschies und Herrn Kreischer viele Ideen zu Themen wie zum Beispiel
Zivilcourage, Respekt und Toleranz sammelt und mit engagierten Schüler-/innen
Aktionen plant und an unserer Schule umsetzt.

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Text:    Detlef Hammel



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