Traumberuf (?) Medien

 

Ca. 60 Schüler/-innen der Sekundarstufe II und zwei Lehrerinnen
auf Berufsfelderkundung der besonderen Art…

 

Schülermesse Traumberuf Medien 2014


Eine Ausbildung oder ein Studium im Kreativ-/Medienbereich  ist heutzutage bei vielen
Abiturienten ausgesprochen begehrt. Doch viele haben in Bezug auf die nötigen
Voraussetzungen auch viele Illusionen: Im Rampenlicht stehen, griffige Texte schreiben,
coole Spielsoftware programmieren oder sogar die eigene „Designer-Fashion Week“ in
Berlin oder Düsseldorf veranstalten - davon träumt so mancher Jugendliche.

Den Vergleich zwischen Träumen, Visionen und der Wirklichkeit sowie den erforderlichen
Voraussetzungen konnten ca. 60 unserer Schüler/-innen des 12. und 13. Jahrganges
erstmalig und live Ende September an einem Tag auf der Schülermesse Traumberuf Medien
in Köln begehen. Ohnehin war dies für die 12er ein guter Auftakt: der letzte Tag vor Beginn
ihres zweiten schulischen Betriebspraktikums – voller beruflicher Eindrücke:
„Das Karrieremagazin für die Oberstufe, Absolut Karriere“ als Veranstalter bot, abgestimmt
auf die jungen Adressaten, jede Menge interaktiver Stationen an den Ständen an: Überall
gab es etwas zu entdecken, auszuprobieren, ein Casting zu wagen, selbst ein Probeinterview
zu führen, Profischauspielern über die Schulter zu schauen. Models und Designstudenten
wurden befragt, die Damen von Work and Travel wurden über das Jobben und Leben im
Ausland „gelöchert“, natürlich auch begehrte Trophäen in Form von Kugelschreibern,
Mappen, Schlüsselanhängern etc. eingesteckt. Die Schüler/-innen durften ihren „ganzen Mut
zusammen nehmen“ und Hochschulgrößen sowie Medienexperten ansprechen. Die geballte
Ladung von 30 Ausstellern aus den Bereichen Medien, BWL und Kreativberufen war in der Tat
beeindruckend. Selbst die Landeszentrale für politische Bildung Nordrhein-Westfalen informierte
über die Ausbildung der jungen Nachwuchsjournalisten.

Schülermesse Traumberuf Medien 2014

Dann die beiden Podiumsdiskussionen - und endlich ein Stuhl zum Ausruhen. Man bot eine
hochkarätige Besetzung, z.B.:  („Wege in den Journalismus“) Jule Gölsdorf, Moderatorin
bei n-tv, Rudolf Porsch, stellvertretender Direktor der Axel Springer Akademie oder
Prof.  Dr. Kim Otto erzählten dem jungen Publikum mit zum Teil sehr persönlichen Tipps,
welche Wege im „Haifischbecken“ (O-Ton der Veranstalter) der Medienbranche Erfolg
versprechen könnten. Hier einige Kostproben:

Schülermesse Traumberuf Medien 2014


Thema Texte schreiben:

Dass ein Reisejournalist oft einen 14-16 Stunden-Tag hat, jedoch auch einen höchst
effektiven und sehr erfüllenden Job, erlebe man erst in der Praxis. Herr Porsch betonte, ein
Tätigkeitsfeld heute reiche nicht mehr, man müsse zum Beispiel gute Texte schreiben können, jedoch auch das Geschäft hinter der Kamera kennen, ein schnelles 20-Sekunden-Video
drehen können. Überhaupt: nicht alles können, jedoch alles kennen!  Also auch die eigenen
Grenzen. Stellvertretend für seine Kollegen brachte er es auf den Punkt, das Geheimnis des
Erfolges trotz überwiegend harter Bedingungen: Man müsse „…es wollen. Punkt“. Was muss
man noch beachten? Laut Herrn Prof. Otto Neugier, „Spaß an der Sache“, keine Angst vor
Autoritäten; er selbst habe auch gewisse Dispute mit Minister Gabriel gehabt, für ihn zähle
ein starkes Rückgrat sowie das Bewusstsein, dass man mit Widerständen gegen die eigene
Person rechnen müsse.

 

Schülermesse Traumberuf Medien 2014Schülermesse Traumberuf Medien 2014

 

Stichwort Deutschunterricht:

Sichere Deutschkenntnisse seien „ganz wichtig“, da man den Zuschauer/Leser begeistern
müsse. Allerdings sei zum Beispiel die Moderatorentätigkeit alles andere als glamourös, denn
man müsse ständig im Rampenlicht stehen und jederzeit kompetent wirken. Das betonte
die junge n-tv-Moderatorin, Jule Gölsdorf. Deshalb sei eine gute Ausbildung, vor allem eine
hohe Allgemeinbildung Voraussetzung; sogar ein Politikstudium und ein Volontariat bei einem
entsprechenden Medienunternehmen, das wurde allgemein betont, seien ratsam - das
Volontariat sogar ein „Muss“ in der Branche.

Der zweite Beitrag „Wege in Grafik, Design und Werbung“, als letzter Tagungspunkt gesetzt,
war jedoch nicht minder gut besucht. Nach zum Beispiel Ralf Lobecks oder Christopher
Wickendens Aussagen (ersterer: Prof. für visuelle Kommunikation, Akademie für Mode und
Design, AMD, zweiterer: Studiengangsleiter 3D-Mind&Media&angewandte Medien der HS
Fresenius) war vielen Schüler/-innen vermutlich klar: Neben „kreativer Leidenschaft“,
dem „Gespür für Gestaltung und technische(m) Verständnis“ (O-Ton der Veranstalter) ist
auch unbedingt erforderlich: überdurchschnittlich viel Geduld, sehr viel „Sitzfleisch“ (am PC,
an Werbetexten), eine hohe Frusttoleranz, die Bereitschaft zu Überstunden und eine
unerschöpfliche Neugier auf die Welt.

Abschließend konnten die Schüler/-innen die Experten live per Mikrofon befragen:
Fachfragen zu Bewerbungsverfahren, Fristen oder auch individuellen Talenten wurden somit
sofort beantwortet.


Stichwort Allgemeinbildung:

Ein Quiz zu verschiedenen öffentlichen Themen, Rechenaufgaben etc. rundete die
Diskussionen ab, und um die „richtige“ Antwort wurde auch heiß diskutiert:
Als Prämie gab’s ein Buch. Der Gewinner: ein Schüler unserer (!!!) Schule: Simon Löwenberg,
wir gratulieren dir!

Während die angehenden Grafikdesigner, Artdirektoren, Auslandskorrespondenten oder
Filmproduzenten sich mit Hochglanzbroschüren, Infotüten und Kontaktadressen eindeckten,
wurden die Lehrkräfte, also für unsere Schule Barbara Springer und ich, zwischendurch
(auch in der „Lehrer- und Ausstellerlounge“) hervorragend von der Ausstellungskoordinatorin
thi viét Binh Lâm betreut.

Unseren Schüler/-innen und uns hat’s sehr gefallen, einhellige Meinung, und nächstes Jahr
sehr gern wieder mit dem 12. und 13. Jahrgang in Köln zur Schülermesse
Traumberuf Medien 2015
!

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Text:     Vera Laufer-Joußen

Fotos:   mit freundlicher Genehmigung der Veranstaltungskoordination, absolut karriere

 



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