Verabschiedungsfeier des 10. Jahrgangs am 20.6.2009

Verabschiedungsfeier des 10. Jahrgangs am 20.6.2009

Blank-Gif für Gestaltungszwecke
Auch in diesem Jahr kamen an die 500
Gäste und nahmen an der – in jeglicher
Hinsicht tränenreichen - Verabschiedungsfeier
des 10. Jahrgangs teil.

"Ach, was muss man oft von bösen
Schülern hören oder lesen.
Wie zum Beispiel hier von diesen,
die uns Donnerstag verließen.
Die, anstatt durch weise Lehren
ihr eigenes Wissen zu vermehren,
oftmals noch darüber lachten
und sich heimlich lustig machten.... "


So - vorerst - der Rückblick des Abteilungsleiters III, M. Linden …

Doch … Halt... Stopp

Das trifft für diesen 10. Jahrgang doch gar nicht zu.
Ihr ward ja überhaupt nicht böse.
Ihr ward ein guter Jahrgang, ein sehr guter Jahrgang sogar,
was die Leistungen angeht. 

Ihr ward immer bemüht, auch, wenn es darum ging, aus den Untugenden
Tugenden zu machen …

Ihr wolltet immer pünktlich sein …

Ist euch auch geglückt – wenn man auch nicht wusste,
zu welcher Stunde … aber immerhin: Ihr ward immer pünktlich …

Ihr wolltet immer ruhig sein …

Ist euch auch geglückt – In Vertretungsstunden war es so leise hinter der Tür,
dass man annehmen konnte, ihr wäret gar nicht da …

Ihr wolltet immer umweltbewusst sein

Ist euch auch geglückt – ihr habt euch um herumliegende Papierschnipsel fast gestritten … Ihr ward ein wirklich toller Jahrgang, und ich werde euch vermissen …


Auch die Schulleiterin Christa van Berend erkannte das stetige Bestreben der Schülerinnen und Schüler - so auch um Teamwork unermüdlich ringend
- und stellte die vielfältigen Versuche in dem Satire-Märchen "Wie die Turmkinder der
7 Türme die Teamwork fanden"
  (frei nach Schneewittchen und die 7 Zwerge) dar.
Blank-Gif für Gestaltungszwecke

"Es waren einmal sieben Türme inmitten einer großen Burgschule.
Diese Türme hatten Nummern und ihre kleinen Turmbewohner trugen jeweils
die Namen ihrer Burgherren und Burgherrinnen.

So bewohnten 
den Turm1 die Schröterianer
den Turm 2 die  Siepmannianer
den Turm 3 die Knaustianer
den Turm 4 die Radtkeianer
den Turm 5 die Kerskenianer
den Turm 6 die Howardianer  und 
den Turm 7 die Weißianer

An jedem Arbeitstag suchten nun die kleinen Turmbewohner seit ihrem Einzug im
Jahre 2003 in die Burgschule ihren Turm auf, um dort das Wissen für ihr zukünftiges
Leben zu erlangen. Gleichzeitig sollten sie auch noch lernen, Teamgeist zu entwickeln
– sie sollten es gleichtun den sieben Zwergen von Schneewittchen und den sieben
Zwergen
, die ihre Arbeit einträchtig, fröhlich und gewissenhaft in ihrem kleinen Haus verrichteten.

(…)

Nun trug es sich zu, dass im 3. Jahr eine Schröterianerin, Bewohnerin des 1. Turmes,
zu ihren Mitbewohnern meinte:

„Hört, so kann es doch nicht weitergehen. Tagein - tagaus, jahrein - jahraus schaffen
wir, ohne etwas davon zu haben. Wozu soll das dienlich sein? Lasst uns Spaß haben
und Spiele spielen. Auch so können wir unseren Teamgeist stärken.“

Hier nun konnte schon erahnt werden, dass von jetzt ab das Unheil seinen Lauf nahm.

Nur noch Spaß und Spiel im Kopf habend, nahmen die Leistungen der Turmbewohner
rapide ab. Die 7 BurgherrInnen (Howard-Treese, Kersken, Knaust, Radtke, Schröter,
Siepmann und Weiß), die Burggräfin Silvia und natürlich auch die Eltern gerieten in
große Sorge und planten gemeinsame Treffen, um dem üblen Treiben ein Ende zu
bereiten. Dies aber wollten die Turmbewohner mit aller Entschiedenheit unterbinden:

 „Wir müssen uns selbst organisieren, bevor wir nur noch Salatblätter und Körner im Burgverlies essen müssen und nicht mehr hinaus dürfen.“

Insofern bestimmte jeder Turm einen Entsandten, der in gemeinsamen Meetings
die Überlegungen und Interessen seines Turms vertreten und die Organisation
von Spaß und Spiel übernehmen sollte.
Diese Teamarbeit jedoch scheiterte kläglich, sodass nichts anderes übrig blieb,
als dem geplanten Verlauf des Turmlebens zu folgen.

„Wie verwunderlich dann, dass am Tag des Abschieds aus den Türmen das
Motto lautete: Teamwork war alles!


Ja, liebe Anwesende, wie unsere Turmkinder aus dem Jahr 2003 nach all den Jahren
und Mühen zu dieser Erkenntnis – Teamwork war alles – gekommen sind - das wird
wohl ihr Geheimnis bleiben.“

Dass aber irgendwann und irgendwo die Turmkinder diese Fähigkeiten entwickelt
haben müssen und mittlerweile durchaus zu Teamwork in der Lage waren, bewiesen
Organisation und Inhalte ihrer schönen Verabschiedungsfeier.

 
Gekonnt führte Julia Joeckel (10.6) durch das Programm.

Auch das von Carolin Breem (10.?) vorgetragene Gedicht Ich habe gehört, ihr wollt nichts lernen (Bertolt Brecht) zeigte, dass sich die Turmbewohner zudem kritisch mit
sich und ihrer Zukunft auseinandergesetzt haben müssen:
„Wo so viele für dich sind, brauchst du keinen Finger zu rühren. Freilich, wenn das anders wäre, müsstest du lernen.“

Wann und wo aber haben sie alles dazu gelernt, unsere Turmkinder, ohne dass
dies die Eltern, die BurgherrInnen und die Burggräfin/der Burggraf in der Zwischenzeit bemerkt haben?


In der Tat - es bleibt ein Geheimnis, ein überaus erfreuliches Geheimnis:

„Ihr ward ein guter Jahrgang, ein sehr guter Jahrgang sogar,
was die Leistungen angeht.“

(Abteilungsleiter M. Linden in seiner Abschlussrede).

 
Das Lied Time to say good-bye, gespielt von Anna Hartmann am Flügel, ließ den ein
oder anderen doch heimlich nach dem Taschentuch greifen.

Das Taschentuch kam auch weiterhin zum Einsatz bei der lustig-satirischen Darstellung
von Situationen aus dem Schulleben, dem Stück mit Ü, aufgeführt vom Kurs Darstellen
und Gestalten des 10. Jahrgangs (Herr Beling/Frau Poertgen).

Auch der Auftritt der BurgherrInnen (KlassenlehrerInnen) des 10. Jahrgangs,
leicht abgewandelt als Schlümpfe, ließ vor Lachen kein Auge trocken, als auf die
Melodie von Go West (pet shop-boys) erklang: 

Schule – mit euch war wunderbar

Erholung und Wellness – ist doch klar.

Schule – mit euch war unser Ding

Auch - wenn Disziplin nicht ging!

Schule – war einfach purer Spaß

Faulheit - war nicht unser Maß!

Schule – mit euch ist jetzt dahin

für alle – kommt jetzt ein Neubeginn!

 

Vor dem Neubeginn fand aber erst einmal die Zeugnisübergabe durch die
KlassenlehrerInnen statt - und auch hier war wieder das Taschentuch gefragt. 

 

Auf Wiedersehen – die Zeit mit euch war schön!



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