Warschau-Austausch 2011

Eigentlich fing der Austausch schon im Polnischen Institut in Düsseldorf an.

Polnisch-deutsche Referenten brachten den 14 Teilnehmern und den begleitenden Lehrern ein paar Tage vor der Abfahrt nach Krakau und Warschau in einem Schnellkurs Wichtiges über polnische Geschichte, Literatur und Gegenwartspolitik sowie die deutsch-polnischen Beziehungen bei. Außerdem gab es einen kleinen Sprachkurs, damit man wenigstens ein paar Worte auf Polnisch sagen konnte. Das Quiz zum Schluss griff das vorher Gelernte auf und wiederholte es in unterhaltsamer Form. Jetzt fühlten wir uns vorbereitet.

Mitten in der Nacht an einem Sonntagmorgen Anfang April fuhren wir von der Schule aus los. Es ging zunächst nach Dortmund, von dort mit dem Flugzeug nach Katowice, dann mit einem Kleinbus nach Krakau, wo wir gegen Mittag bei schönstem Frühlingswetter, aber müde fast gleichzeitig mit der polnischen Gruppe eintrafen.

Bei einem Spaziergang zur Weichsel mit Blick auf das Schloss (Wawel) lernten sich die Partner kennen. Nach einer spannenden Stadtführung in englischer Sprache ging es am nächsten Tag mit dem Bus zur Gedenkstätte in Auschwitz und Birkenau. Was wir dort sahen und von der Führerin hörten, ging allen sehr nahe, so dass wir anschließend im Hostel unsere Eindrücke und Gefühle austauschten. Bevor wir am nächsten Tag mit dem Zug nach Warschau fuhren, besuchten wir noch den eindrucksvollen geschichtsträchtigen Wawel.

 

Warschau-Austausch 2011, Auschwitz

In Auschwitz

 

In Warschau wohnten unsere Schüler bei ihren Gastfamilien. Von Mittwoch bis Freitag sahen wir die Schule der Partner, hatten vom Kulturpalast einen großartigen Überblick über die Stadt, besuchten ein modernes Wissenschaftsmuseum und den nach der Totalzerstörung beim Warschauer Aufstand originalgetreu wieder aufgebauten Königspalast. Die Freizeit verbrachten die Austauschpartner miteinander.

Samstag früh war es dann Zeit Abschied zu nehmen. Müde und voller Eindrücke fuhren wir mit dem Zug nach Hause. Eine tolle Erfahrung.

 

Ungefähr zwei Monate später, am Sonntagabend des 5.Juni, trafen sich die deutschen TeilnehmerInnen des Austausches am Essener Hauptbahnhof, um ihre polnischen PartnerInnen  zu empfangen. Schon diese erste Begegnung nach zwei Monaten zeigte, dass sich hier keine Fremden gegenüber standen. Das Wiedersehen war ausgesprochen herzlich!

Die folgende Woche verging rasend schnell mit abwechslungsreichen Aktivitäten in der Schule, bei Exkursionen mit der gesamten Gruppe oder in den Gastfamilien.

 Am Montag stand der Besuch des "Weltkulturerbes Zeche Zollverein" auf dem Programm.

Vorher wurden die Gäste aber offiziell durch unsere Schulleitung begrüßt und lernten unsere Schule kennen, bei einem kurzen Rundgang durch das Gebäude und im Unterricht.

 

Warschau-Austausch 2011, Gruppenfoto MH

 

Bevor die SchülerInnen am Dienstagnachmittag von der Aussichtsplattform des Gasometers in Oberhausen einen Blick von oben auf die Region Ruhrgebiet erhielten und danach die Ausstellung "Magische Orte" besuchten, wurden sie vormittags von der Mülheimer Bürgermeisterin im Schloss Broich empfangen. Maja Zalewska übersetzte deren Begrüßungsworte für ihre polnischen MitschülerInnen.

Der Mittwoch wurde in Köln verbracht; auch dort standen neben der Stadterkundung verschiedene Museen zur Auswahl.

Am Donnerstag besuchten die polnischen Gäste die Villa Hügel und dann das Folkwang-Museum in Essen. Hier wurden sie auch in verschiedenen Workshops aktiv, während ihre deutschen Partner über Klausuren in der Schule schwitzten.

Den Abschluss des Austausches bildete am Freitag nach zweistündiger Teilnahme am Unterricht ein deutsch-polnisches Basketball-Freundschaftsspiel.

Nach dem gemeinsamen Mittagessen und einem Erinnerungsfoto gingen alle noch einmal in ihre Gastfamilien.

Das Wiedersehen am Sonntag war sehr herzlich gewesen, der Abschied am späten Freitagabend auf dem Mülheimer Bahnhof war es noch einmal mehr, das konnte man sehen!

Fazit: ein toller deutsch-polnischer Austausch, der bei allen Beteiligten sicher noch lange nachwirkt.



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