WM-Talk 2018

Hochkarätige Fußball-Runde in der GHS mit Peter Neururer,
Ivica Grlic´, Hans Sarpei und Bachirou Salou


Ex-Profis stellten sich den Fragen des 5. Jahrgangs

 

WM-Talk 2018 - ghs
Foto aus der Bild von Stefano Laura


Gibt Jogi Löw auf? Soll Özil seinen Rücktritt erklären und welches Gefühl ist es, wenn man spielen muss und ausgepfiffen wird? Dass „König Fußball“ auch unsere Jüngsten in seinen Bann zieht, bewies der „WM-Talk“ für den 5. Jahrgang. Erfahrene Fußballprofis wie Peter Neururer, Ivica Grlic´, Hans Sarpei und Bachirou Salou stellten sich im Forum der Gustav-Heinemann-Schule den Fragen der Fünftklässler. Möglich gemacht hatte die spannende Runde, die mit einer Autogrammrunde und vielen Selfies endete, Joachim Droll, seines Zeichens Sportredakteur bei der „Bild“ und Vater einer Fünftklässlerin.

 

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Zwei Stunden lang standen die vier Sportler Rede und Antwort, auch bei kniffligen Fragen, bei denen es galt, zurückhaltend, aber informativ zu antworten. Peter Neururer, Spieler und Trainer u.a. beim MSV Duisburg, VfL Bochum und Schalke 04, formulierte sehr vorsichtig, welche Spieler nach dem WM-Debakel möglicher Weise die Nationalmannschaft verlassen könnten. Er spekulierte, wer körperlich nicht fit sei (Khedira) oder sich im Team nicht mehr wohl fühle (Özil).

 

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Foto aus der Bild von Stefano Laura

 

Sehr sympathisch - und für die vielen Jungkicker ein Ansporn -  war ebenfalls  Neururer. Man solle nie das eigene Team persönlich beleidigen, wenn es nicht gut läuft. Als Spieler und als Fan gelte nur ein Prinzip: „Respekt“. Das konnte Hans Sarpei (Karrierestationen u.a. Köln, Leverkusen, Duisburg und Schalke) bestätigen: „Als Spieler macht man sich sowieso Druck.“ Er habe immer versucht, Auspfeifen in positive Energie umzuwandeln nach Motto: „jetzt erst recht.“

 

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Ein Schüler wollte wissen, wie das so ist, wenn die Mannschaft viele Tage miteinander verbringt. Ivica Grlic´ fand den passenden Vergleich: „Das ist wie in einer Ehe oder in einer Klassengemeinschaft.“ Manchmal gebe es auch Streit, aber schließlich würden alle zusammenhalten.

 

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Foto aus der Bild von Stefano Laura
 

Dass Fußballspieler Fouls kassieren und fußballtypische Verletzungen davontragen, beschäftigte die Kids ebenfalls. Sie fragten nach der Laufbahn der vier Prominenten und erfuhren, dass das Karriereende oftmals mit einer schlimmen Verletzung begann. Peter Neururer erlebte den Kreuzbandriss in beiden Knien und Ivica Grlic´, heute Sportdirektor beim MSV, hatte dreimal einen Nasenbeinbruch auskurieren müssen.

 

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Interessiert verfolgten die Schüler/-innen auch, wie jeder der Profis eine Laufbahn gestartet hatte. „Als Fußballer wird man geboren“, erklärte Neururer, deshalb sei es wichtig, wann und wo man mit dem Spielen beginne. Er begann beider SpVg Marl in seiner Geburtsstadt Marl. Ivica Grlic´, geboren in München, begann die Laufbahn beim DSC München und wechselte früh zum FC Bayern. Hans Sarpei fing beim SV Chorweiler an und spielt für kleinere Kölner Clubs, bevor er bei Fortuna Köln auflief. Bachirou Salou hatte seiner Juniorenzeit in seiner Heimat in Togo erlebt, bis er bei Borussia Mönchengladbach unter Vertrag genommen wurde. Der sonst eher zurückhaltend wirkende ehemalige Mittelstürmer erzählte, wie schwer seine erste Zeit in Deutschland war. Er fand es zu kalt, er konnte die Sprache nicht und er vermisste seine Familie. Für diese persönlichen Worte erntete er großen Beifall. Abschließend hatten die Kids auch keine Berührungsängste, als sie nach der Diskussionsrunde Autogrammkarten bekamen. Sie sprachen die Spieler an, fragten weiter und fotografierten sich mit ihnen. Und selbst diejenigen, die die aktive Zeit der vier nicht erlebt hatten, wussten sogar, dass die Ex-Profis jetzt für den DFB Talente trainieren oder im TV um ihre Meinung gebeten werden.

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Foto aus der Bild von Stefano Laura
 

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Pfeil zur Strukturierung von Inhalten - Sebastian Wüstefeld Artikel aus der Fußballbild vom 04.07.2018

Pfeil zur Strukturierung von Inhalten - Sebastian Wüstefeld Artikel aus der Bild Ruhrgebiet vom 04.07.2018

 

Text:    Petra Unland

Bilder:  Petra Unland / Stefano Laura (Bild)


 


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